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19-jähriger Lahstedter zeigte Staatsanwältin den Vogel

Lahstedt 19-jähriger Lahstedter zeigte Staatsanwältin den Vogel

Wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Polizeibeamte hat das Amtsgericht Peine jetzt einen 19 Jahre alten Lahstedter zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt. Außerdem muss er 150 Stunden soziale Dienste leisten. Die Haftstrafe wurde zwar zur Bewährung ausgesetzt, dennoch hielt es die Jugendrichterin für angebracht, den arbeitslosen Mann für zwei Wochen in den Jugendarrest zu schicken - als „Schuss vor den Bug“. Außerdem muss er ein Sozialtraining absolvieren.

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Vor dem Amtsgericht Peine musste sich der Lahstedter verantworten.

Quelle: A

Die Jugendgerichtshilfe bescheinigte dem ehemaligen Sonderschüler mangelnde geistige Reife. Die trat auch in der Verhandlung direkt zutage, als er der Staatsanwältin bei deren Antragsbegründung einen Vogel zeigte.

Seine Verurteilung hatte er sich dadurch eingehandelt, dass er bei einem Saufgelage mit einem 61-Jährigen aus Berkhöpen aus nichtigem Grund in Streit geraten war. Der eskalierte, indem der deutlich unterlegene 61-Jährige nach einem Ellenbogenschlag des Jüngeren in den Magen zu Boden ging und der Angeklagte gegen den Kopf des Älteren trat. Erst das Einschreiten seiner 42 Jahre alten Freundin habe ihn von weiteren Tritten abgehalten, wie er in der Sitzung einräumte. Doch der Ehrlichkeit folgte keine Einsicht, was die Richterin sehr bemängelte. Im Gegenteil, der Schläger wähnte sich sogar in der Verhandlung noch völlig im Recht.

Genauso beurteilte er auch die Situation, in der seine Freundin aus Angst vor ihm die Polizei um Hilfe gebeten hatte. Nachdem er die Beamten erst in die Wohnung gelassen hatte, ging der betrunkene 19-Jährige mit erhobener Faust auf einen der Polizisten los. Der fing den Schlag ab und nahm den Aggressor in den Schwitzkasten. Selbst da schlug und trat der 19-Jährige noch heftig um sich, bis die Polizisten ihm schließlich Handfesseln anlegten.

Bei der Bemessung der Strafe war die Richterin dem Vorschlag der Jugendgerichtshilfe und dem gleich lautenden Antrag der Staatsanwältin zur Gänze gefolgt. Die Richterin ließ die respektlose Geste gegenüber der Staatsanwältin ungeahndet, wertete sie aber als ein weiteres Zeichen mangelnder Einsicht und Gesellschaftsfähigkeit: „So etwas hatten wir hier noch nicht!“

hui

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