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Zwischen Erdrutsch und Unendlichkeit

Ölsburg Zwischen Erdrutsch und Unendlichkeit

Ölsburg. Es ist der Traum von jedem Biker, den sich drei Ölsburger Motorradfahrer erfüllen: Über die legendäre Route 66 in den USA „knattert“ die Truppe um den Ilseder Gerhard Monitzkewitz zurzeit (PAZ berichtete). Stilecht auf Harley-Davidson-Maschinen geht es durch den Südwesten der Vereinigten Staaten. Heute Teil drei der „Free-Biker-Tour“: Weites Land - der Grand Canyon und die Historic Route 66.

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Wichtige Stationen: Die „Ölsburger Free-Biker“ vor dem Road Runner Store in Seligman.

„Auf dem Highway 89 fahren wir über 150 Meilen in Richtung Page“, erzählt Monitzkewitz. Dabei macht die Eintönigkeit der Strecke - es geht fast nur geradeaus - den Bikern zu schaffen. „Rechts und links sieht man in weiter Ferne riesige, massive Felsformationen. In unmittelbarer Nähe wirkt die Landschaft unwirtlich und karg: trockenes, ja fast verdörrtes Land, auf dem es jahrelang nicht geregnet hat.“ Hin und wieder sehen die Ölsburger vereinzelte Behausungen, die einen ärmlichen Eindruck machen. „In den Indianer-Reservaten ist vom Reichtum der Rancher nichts zu spüren: Hier leben die Verlierer einer Gesellschaft“, so Monitzkewitz.

Kurz vor dem Ziel macht den Ilsedern die Gewalt der Natur einen Strich durch die Rechnung. „Ein Erdrutsch hat den Highway zerstört. Die Straße musste komplett gesperrt werden.“ Der Stadt Page wurde somit eine Lebensader abgeschnitten. Um die Stadt jetzt zu erreichen, muss man sie vom Osten her anfahren, was für die „Free-Biker“ einen Umweg von etwa 300 Meilen bedeuten würde. „Da uns unser enger Zeitplan dafür keinen Spielraum lässt, sind wir gezwungen, auf das Monument Valley zu verzichten, da Page dafür der Ausgangspunkt war.“ Die dadurch gewonnene Zeit wollen die Harleyfahrer dem Grand Canyon widmen.

Sie fahren den Canyon von Norden her an, werden aber erneut gebremst: In der vorigen Woche hat es unerwartet geschneit und die Straße zum North Rim des Grand Canyon musste gesperrt werden. „Voraussichtlich wird die Sperrung aufgrund der Schneemassen bis Mitte Mai dauern. Kaum zu glauben, aber wir befinden uns in etwa 2500 Meter Höhe. Schon wieder müssen wir unsere Planung ändern...“

Also machen die „Free-Biker“ die Strecke zum Ziel und fahren die 300 Meilen zum South Rim des Grand Canyon. „Hier bleiben wir zwei Tage, fahren jeden ‚Visitorpoint‘ an und genießen die unglaublichen Ausblicke dieser im Umfang etwa 450 Kilometer messenden Schluchten.“ Ganz unten schlängelt sich der Colorado River durch den Canyon - und die Ölsburger gewinnen unvergessliche Eindrücke einer wunderschönen Landschaft. „Hier wächst auch die Erkenntnis, das Amerika im wahrsten Sinne des Wortes ‚stein‘-reich ist“, schmunzelt Monitzkewitz.

Schließlich geht es weiter - zum Namensgeber der Tour: „Ab der Stadt Williams liegt sie uns zu Füßen, die Mutter aller Straßen, die Historic Route 66“, erzählt der Ölsburger begeistert. „Auf 130 Meilen befahren wir die älteste Straße Amerikas.“ Quer durch die Prärie geht es vorbei an den Stationen Seligman und Kingman, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zu erinnern, wie es war, als die ersten Siedler diese Strecke bewältigten. „Die Motoren unserer Harley Davidsons dröhnen unter uns als wir der untergehenden Sonne Richtung Westen folgen. Links neben uns verläuft die Bahntrasse und vereinzelt sieht man Züge, die aufgrund ihrer Länge von fast 500 Metern von drei riesigen Loks gezogen werden“, beschreibt der Ölsburger die Szenerie. „Und das muss es sein! Das Gefühl unendlicher Freiheit und das Bewältigen von scheinbar unendlichen Wegstrecken, was uns Motorradfahrer so fasziniert. Das Gefühl, mit deiner Maschine zu verschmelzen, eins zu werden mit der Straße, dem Motorrad und dem Gefühl, wissend, dass der Weg das Ziel ist.“

Erschöpft aber glücklich treibt es die Free-Biker in Richtung Las Vegas.

  • Teil vier des Reiseberichtes folgt.
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