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Zentralkläranlage: Bräuer fordert Planungsstopp

Ilsede Zentralkläranlage: Bräuer fordert Planungsstopp

Ilsede. Streitthema Nummer eins in der Gemeinde Ilsede ist die neue Zentralkläranlage, die in Gadenstedt gebaut werden soll. Zuletzt kochten die Wogen in der Sitzung des Interims-Abwasserausschusses hoch. Nun fordert der Bürgermeisterkandidat Rolf Bräuer einen Planungsstopp für die Anlage.

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Eine neue Zentralkläranlage - hier im Bild die Kläranlage Soßmar - soll in Gadenstedt entstehen. Rolf Bräuer kritisiert das Vorhaben.

Quelle: A/cb

Ein Ansinnen, das nach Einschätzung von Interims-Verwaltungschef Otto-Heinz Fründt, zu massiven Problemen für die Gemeinde führen könnte (siehe Text unten).

Bräuer, der Mitglied der Grünen ist, bei der Wahl aber als parteiunabhängiger Einzelkandidat antritt, erklärt in einer Pressemitteilung: „Ich fordere Interims-Bürgermeister Fründt auf, die Planungen und die Ausschreibung sofort zu stoppen. Eine derart weitreichende Entscheidung darf nicht von einem Interims-Verwaltungschef und einem Interims-Rat getroffen werden, zumal es sich um eine kostenträchtige Fehlentscheidung handelt“, so Bräuer. „Hier wird dem neuen Ilsede ein Kuckucksei ins Nest gelegt, das seine Zukunftschancen massiv beeinträchtigen würde.“

Bräuers Argumente: Die Zentralkläranlage entspreche nicht dem Stand der Technik, sei unflexibel und nicht zukunftsfähig. „Eine konventionelle, zentrale Großkläranlage ist in keiner Weise mehr zeitgemäß, geschweige denn zukunftsfähig. Eine solche Anlage ist veraltet, wenn sie in Betrieb genommen wird und viel zu unflexibel, um an die neuen technischen Möglichkeiten angepasst werden zu können. Sie würde uns auf Jahrzehnte auf einen heute schon völlig überholten Standard festlegen,“ so Bräuer.

Nach seinen Vorstellungen sollten die bestehenden Kläranlagen in den einzelnen Ortschaften mit minimal möglichem Aufwand soweit ertüchtigt werden, sodass sie für eine Übergangszeit die wasserwirtschaftlich geforderte Reinigungsleistung erbringen können. Die gewonnene Zeit solle genutzt werden, um mit den umliegenden Hochschulen innovative Abwasserbehandlungssysteme für Ilsede zu entwickeln. „Das langfristige Ziel ist es, dass sich die Abwasserbehandlung aus Energie- und Rohstoffrückgewinnung selbst finanziert und die Abwassergebühren gegen Null sinken,“ so Bräuer.

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„Ein Planungsstopp würde der Gemeinde schaden“

Ilsede. Interims-Verwaltungschef Otto-Heinz Fründt (SPD), ebenfalls Bürgermeisterkandidat, weist die Darstellung Bräuers zurück: „Die Entscheidung über den Bau und Betrieb einer Zentralkläranlage hat die Gemeinde Lahstedt am 13. November 2014 getroffen und nicht der Interims-Rat.“ Im Übrigen sei der Interims-Verwaltungsausschuss, der die EU-weite Ausschreibung zur Findung eines Ingenieurbüros zur Ausführungsplanung beschlossen habe, sehr wohl befugt, eben dies zu tun.

Die Kritik Bräuers, die Anlage sei nicht Stand der Technik, kann Fründt nicht nachvollziehen. „Die Sachdarstellung ist nicht richtig“, sagt er. „Die Anlage ist auf dem Stand der Technik“. Sollte es einen Planungsstopp geben, könnte der Gemeinde laut Fründt sogar ein Schaden drohen: „Der Landkreis würde die Einleite-Erlaubnis aufheben und wir müssten das Wasser mit Fahrzeugen zum Reinigen transportieren lassen. Das verursacht Kosten von täglich 28.000 Euro“, so der Interims-Verwaltungschef. In Münstedt und Adenstedt seien teure Notkläranlagen installiert worden, „damit die Parameter eingehalten werden, alles andere wäre Gewässerverunreinigung“, so Fründt.

Der Lahstedter Rat sei nach einem langen Prozess zu dem Entschluss gelangt, dass sich die bestehenden Anlagen nicht mit minimalem Aufwand auf den neuesten Stand bringen ließen. „Und dass die Abwassergebühren gegen Null sinken, nenne ich ‚Sand in die Augen der Bürger streuen‘“, erklärt der Interims-Verwaltungschef.

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