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Wie das Weihnachtsfest entstanden ist

Spurensuche mit Pastor i.R. Wie das Weihnachtsfest entstanden ist

Seit Menschengedenken wird am 24., 25. und 26. Dezember das Weihnachtsfest gefeiert und damit Christi Geburt. Doch dass Gottes Sohn tatsächlich an diesem Datum geboren ist, steht nicht fest. Mit diesem und weiteren Aspekten von Weihnachten hat sich für die Leser der PAZ der Pastor im Ruhestand Eckehard Fröhmelt befasst.

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Die Heiligen Drei Könige spielen eine große Rolle in der Weihnachtsgeschichte. Sie stammten aus den Regionen, aus denen so viele Flüchtlinge zu uns kommen.

Solschen. Er schreibt: Unsere Zeitrechnung beginnt seit dem 6. Jahrhundert nach Christus mit der Geburt Jesu, obwohl wir das genaue Jahr gar nicht kennen. Man geht heute davon aus, dass das „Christkind“ zwischen den Jahren 7 und 4 vor Christus geboren ist, da König Herodes 4 vor Christus starb und auch eine besondere Konstellation der Planeten, die den „Stern von Bethlehem“ erklärt, diesen Zeitraum nahelegt. Als Geburtsort gehen wir von Bethlehem aus, obwohl es auch für Nazareth gute Gründe gibt.

Die Heiligen Drei Könige waren vermutlich Sterndeuter, mit denen sich ein ganz aktueller Bezug herstellen lässt: Sie kamen aus dem Raum, aus dem heute viele Flüchtlinge zu uns kommen: Syrien, Irak, Afghanistan. Die drei um das Jahr 7/6 vor Christus waren die ersten Ausländer im Stall von Bethlehem. Und sie sorgten dafür, dass der König Herodes nichts von dem Kind in Bethlehem erfuhr, das er gerne umgebracht hätte. Was wäre Weihnachten ohne die Drei aus dem heutigen Irak? Was wäre Weihnachten ohne ihre Geschenke? 50 Milliarden Euro wird der Einzelhandel nur in diesem Dezember umsetzen, dank der Ausländer im Stall, dank eines armen Kindes in einer Krippe!

Unser Wort „Weihnachten“ geht auf das althochdeutsche Wort Wih zurück, das so viel bedeutet wie heilig oder geweiht.

Das Weihnachtsfest selbst ist nicht mit der Geburt im Stall von Bethlehem gleichzusetzen. Es sollte noch gut 300 Jahre dauern, ehe sich das heute bekannte und beliebteste Christenheitsfest zuerst im westlichen Römischen Reich durchsetzte. Während der Christenverfolgungen durch einzelne römische Kaiser bis ins Jahr 313 (Jahr der Religionsfreiheit) war den Christengemeinden nicht nach Feiern. Das änderte sich mit Kaiser Konstantin dem Großen (306 - 337). Er und der im selben 4. Jahrhundert regierende Kaiser Theodosius machten das Christentum zur Staatsreligion (381), vermutlich mehr aus politischen als frommen Gründen. In dieser Zeit des stabilen Friedens für die Christen entwickelte sich das Weihnachtsfest. Mit dem Niedergang des weströmischen Reiches (um 500) setzte sich der Siegeszug des Weihnachtsfestes fort.

Paul Gerhard, der große evangelische Liederdichter in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) hat den Sinn des Weihnachtsfestes in schwerster Zeit auf den Punkt gebracht. Johann Sebastian Bach schuf die unvergleichlich schöne Melodie dazu: „Ich lag in tiefer Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht’, wie schön sind deine Strahlen!“ (Evangelisches Gesangbuch, Nr. 37, „Ich steh an deiner Krippen hier“)

wos

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