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Weniger Grusel, mehr Geschichte: Verein bietet historische Burg-Tour an

Ilsede/Lahstedt Weniger Grusel, mehr Geschichte: Verein bietet historische Burg-Tour an

Hildesheim. Seine Gruseltouren sind im ganzen Peiner Land bekannt, doch jetzt will der Förderverein Burg Steinbrück mal weniger Grusel und dafür mehr Geschichte: Für Sonnabend, 25. Januar, bietet der Verein eine historische Tour zur Burg Wohldenberg im Landkreis Hildesheim an.

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Der Förderverein Burg Steinbrück besucht die Burg Wohldenberg im Landkreis Hildesheim.

Quelle: oh

Beliebt und berüchtigt sind die bisherigen Touren, die Siegfried Skarupke vom Förderverein organisiert hat. Nach mehreren Gängen durch die Burg Steinbrück im Dämmerlicht und Fahrten zur historischen Richtstätte nach Wolfenbüttel (PAZ berichtete) soll es beim Besuch am 25. Januar nun etwas weniger düster, vielmehr „erhellend“ werden. Historische Fakten und spannende Geschichte biete die Burg Wohldenberg, so Skarupke: „Sie wurde urkundlich erstmals 1172 genannt, war strategisch günstig gelegen auf einem Ausläufer des Hainberges, in etwa 218 Metern Höhe. Von dort konnte man die alte Handelsstraße zwischen Hildesheim und Goslar gut kontrollieren“, sagt der Ölsburger. Zudem gibt es eine besondere Verbindung zur Burg Steinbrück: „Zwischen dem Bistum Hildesheim und der Burg Steinbrück gab es in der Vergangenheit ständig blutige Auseinandersetzungen“, so Skarupke. „Zum Beispiel wurde Steinbrück während des sogenannten Bierkrieges um 1487 von Aschwin von Salder, seinerzeit Burgherr auf Wohldenberg, in Trümmer geschossen und erstürmt. Der Besuch des Fördervereines Burg Steinbrück soll ein Akt der Versöhnung zwischen den protestantischen und katholischen Gegnern von damals werden“, erklärt der Ilseder. Weitere historische Infos zur Burganlage gibt Pfarrer Stefan Lampe, alleiniger Bewohner der Burg, bei einer etwa einstündigen Führung vor Ort.

Skarupke: „Auf dieser Tour werden die Teilnehmer die sehr schön restaurierte Burganlage kennenlernen, von der Pestsäule durch das Pforthaus, bis hinauf auf den Bergfried, von dem man einen weiten Blick genießen kann.“ Und ganz ohne Grusel geht es natürlich auch nicht: „Im Kerker, mittig im Pforthaus gelegen, soll es angeblich noch spuken“, verrät der Organisator.Ebenfalls einen Besuch wert: Die barocke Pfarrkirche St. Hubertus, erbaut 1731 von Clemens August, geweiht dem heiligen Hubertus, Patron der Jäger.

Nach der Führung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, im Burgcafé die spannende Zeitreise bei Kuchen und Kaffee ausklingen zu lassen.

Treffpunkt: 25. Januar um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Haus Wohldenberg, unterhalb der Burg. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt. Um eine Spende für gemeinnützige Zwecke in Höhe von 5 Euro durch die Erwachsenen Teilnehmer wird gebeten. Anmeldung per Mail an siegfriedskarupke@googlemail.com.

sip

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