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„Weihnachtskomet“ über dem Peiner Land: Ölsburger Astronom ist sehr gespannt

Ilsede „Weihnachtskomet“ über dem Peiner Land: Ölsburger Astronom ist sehr gespannt

Ilsede. Sehen wir im Dezember einen „Weihnachtskometen“ über Peine? Darauf hofft der Ölsburger Hobby-Astronom Wolfgang Meirich, denn der Komet Ison könnte der Erde demnächst so nahe kommen, dass man ihn mit dem bloßen Auge erkennen kann.

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Der Komet Ison (links, fotografiert von dem Peiner Reiner Guse) ist vielleicht am Dezember-Himmel zu sehen.

Quelle: oh

Die Geschichte vom „Stern von Bethlehem“ kennt wohl jeder. „Allerdings wird dieser Stern meist als heller Komet dargestellt“, erklärt der Astronom. „Der Mythos, dass vor über 2000 Jahren ein Komet den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg zum Geburtsort Jesu nach Bethlehem gewiesen hat, frischt gerade in diesen Vorweihnachtstagen wieder auf.“ Denn heute rast der Komet Ison an der Sonne vorbei und soll im Dezember am Nachthimmel leuchten. „Zunächst muss er allerdings diesen Höllenritt in Sonnennähe überstehen. Nur wenn er sich dabei nicht auflöst oder in die Sonne stürzt, ist er zu sehen.“ Meirich und die Mitglieder vom Peiner Astro-Stammtisch sind gespannt.

„Bei Kometen handelt es sich um eisige schmutzige Schneebälle“, erklärt Meirich, „weil sie aus Eis und Staub bestehen“. Das auffälligste Kennzeichen ist dabei der Schweif, der mehrere 100 Millionen Kilometer erreichen kann. „Er entsteht durch Verdampfen von Gasen und Staub in der Sonnen-Hitze“.

Um Kometen ranken sich generell viele Mythen. Auch heute fürchten sich viele Menschen noch vor Kometen. Warum eigentlich? Meirich: „Von jeher galten Kometen im Volksglauben als Unheilsbringer. Sie können tatsächlich - wenn auch ganz selten - auf der Erde einschlagen und dadurch eine Katastrophe auslösen. Der Komet Ison ist aber harmlos. Er wird mit 60 Millionen Kilometern in sicherer Entfernung an der Erde vorbeiziehen“.

Eine Garantie, dass zu Weihnachten der Komet am Himmel erscheint, gibt es zwar nicht. Sollte Ison die Sonnennähe überstehen, könnte er aber einen langen Schweif bilden, der im Dezember auch von Peine aus zu sehen ist. Zu sehen ist der Komet „zum Monatsbeginn vor Sonnenaufgang, ein paar Tage später am Abendhimmel und danach zieht er steil gen Norden und wird die ganze Nacht zu beobachten sein“, erklärt Meirich.

Bringt der Weihnachtskomet denn auch eine frohe Botschaft mit sich? Meirich schmunzelt: „Rein wissenschaftlich gesehen leuchtet der Komet dem Weihnachtsmann den rechten Weg aus, damit die weihnachtliche Freude pünktlich in die Familien einkehren kann!“

sip

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