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Weihnachten 1914 an der Westfront

Ilsede Weihnachten 1914 an der Westfront

Groß Ilsede. Weihnachten 1914 schlossen deutsche und alliierte Soldaten an der Westfront einen spontanen Waffenstillstand. Das Ereignis, das als „Weihnachtsfrieden“ in die Geschichte eingegangen ist, machen Konfirmanden der Kirchengemeinde Groß Ilsede zum Thema eines ganz besonderen Weihnachtsspiels.

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Pastor Walter Faerber (rechts) mit den mitarbeitenden Eltern bei den Planungen für das besondere Weihnachtsspiel.

Quelle: Isabell Massel

Schon im Sommer hatte Pastor Walter Faerber mit den 21 Jugendlichen überlegt, um was sich das traditionelle Weihnachtsspiel der evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai in diesem Jahr drehen könnte. „Einer der Vorschläge war, Weihnachten im Krieg darzustellen“, schildert Faerber. Perfekt geeignet dafür schien der legendäre „Weihnachtsfrieden“. „Die übergreifende Identität mit Weihnachten war damals so stark, dass Frieden in den Schützengräben herrschte. Ich finde es unheimlich stark, dass das gelungen ist“, sagt der Pastor.

Den Überlieferungen zufolge tauschten die Soldaten Geschenke, wie etwa Schokolade, zeigten sich gegenseitig Bilder von ihren Familien, feierten teilweise Gottesdienst und spielten Fußball. Auch um die Toten zu begraben, wurde die Waffenruhe genutzt.

Fast alles ist auch im Weihnachtsspiel enthalten. Da es sich um ein historisches Stück handelt, benötigen die Darsteller zahlreiche Requisiten - und hier kommen die Eltern ins Spiel. Sie malen Kulissen - triste, schlammige, vom Krieg zerstörte Landschaften und Schützengräben - basteln Kreuze aus dünnen Birken-Stämmen für den Gottesdienst an der Front und schneidern Kostüme. „Allerdings kriegen die Darsteller keine Original-Uniformen“, sagt Faerber. „Nach fünf Monaten Krieg waren diese ziemlich zerlumpt.“

Die Proben laufen seit dem Ende der Herbstferien, und zwar äußerst erfolgreich. „Es wird gut werden“, ist der Pastor überzeugt. „Wir zeigen eine unfriedliche Umwelt, in der sich die Kraft von Weihnachten entfaltet und das Mörderische zurückdrängt.“

  •  Aufgeführt wird das Stück in den Gottesdiensten am Heiligen Abend um 15.30 und um 17 Uhr sowie am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages um 18 Uhr, jeweils in der St.-Nikolai-Kirche in Groß Ilsede.
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