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„Was soll aus meinen Pferden werden?“

Ölsburg „Was soll aus meinen Pferden werden?“

Muss der Ponyhof Fuhsetal in Ölsburg geschlossen werden? Vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig streiten sich gerade Inhaber Wolfgang Feigs und der Landkreis Peine über den Fortbestand des an der Fuhse gelegenen Idylls.

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Stall, Scheune, Reitplatz: Seit etwa 25 Jahren führt Wolfgang Feigs den Ponyhof Fuhsetal in Ölsburg. Jetzt musst der Ölsburger jedoch um den Fortbestand des „kleinen Paradieses“ fürchten.

Quelle: mu

Ölsburg . Seit 30 Jahren gehört Wolfgang Feigs das Grundstück am Ende der Schäferstraße in Ölsburg, seit über 25 Jahren steht dort der Ponyhof Fuhsetal. Doch jetzt steht die vor allem bei Mädchen aus der Umgebung beliebte Einrichtung vor dem Aus. „Die Kreisverwaltung hat mich aufgefordert, den Ponyhof zu schließen“, sagt ein trauriger Wolfgang Feigs.

Der Vorwurf: Feigs habe nie eine Baugenehmigung besessen, hätte also den Ponyhof nie errichten dürfen. „Und das fällt denen nach mehr als 20 Jahren auf?“ sagt Feigs verwundert. Denn erst 2008 wurde der Ölsburger auf diesen Umstand hingewiesen, kurz nach einem Brand, der damals im August eine Scheune zerstört hatte.

Laut Aussage des Besitzers gibt es einen weiteren Kritikpunkt seitens des Landkreises. Das Gebiet des Ponyhofes liege direkt an der Fuhse und sei eigentlich als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. „Da Frage ich mich aber, wieso der Hundesport-Verein nebenan davon nicht betroffen ist“, sagt Feigs etwas ratlos.

Gegen die Aufforderung des Landkreises hat der Ölsburger nun vor dem Verwaltungsgericht in Braunschweig Berufung eingelegt. „Ich bin gespannt wann und wie da entscheiden wird“, sagt Feigs. „Wenn ich den Hof schließen muss... was soll denn dann aus meinen Tieren werden?“

17 Pferde beziehungsweise Ponys hält Feigs auf der etwa zwei Hektar großen Anlage. Gegen einen geringen Betrag gibt er sogar Reitstunden – auch deshalb ist der Ponyhof gerade bei Mädchen in der Region sehr beliebt.

Zuletzt waren die Kinder aus dem weißrussischen Mogilew zu Besuch im Fuhsetal – und nicht nur Dr. Peter Rohne vom Mogilew-Team schwärmte von einem „kleinen Paradies“. Sollte Feigs das Verfahren verlieren, müsste das Paradies geschlossen werden. Feigs hofft nun, dass das Gericht zu seinen Gunsten entscheidet. Einen Plan, wie es nach einer Niederlage für ihn weitergehen soll, hat er nicht. „Ich habe eine Menge Zeit, Geld und Liebe in den Ponyhof gesteckt, es wäre ein Jammer, wenn ich nun hier weg müsste“, sagt der Ölsburger und fügt mit traurigen Augen an: „Wer wird denn schon gerne aus dem Paradies vertrieben.“

mu

Stellungnahme des Landkreises

Der Landkreis möchte sich zu dem gesamten Vorgang nicht groß äußern. In einer kurzen Mitteilung auf Anfrage der PAZ teilte die Pressesprecherin der Verwaltung, Katja Schröder, lediglich mit: „Derzeit ist das Verfahren beim Verwaltungsgericht Braunschweig anhängig. Die Klageerhebung erfolgte im März. Erfahrungsgemäß ist mit einer Entscheidung im Frühjahr 2011 zu rechnen.“

Aus Sicht des Landkreises fehle „für den Betrieb und die Errichtung baulicher Anlagen die notwendige Privilegierung im Sinne des Paragraphen 35 Absatz 1 Baugesetzbuch“. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, sei eine darüber hinaus gehende Stellungnahme nicht möglich.“

mu

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