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Vortrag über „resistente Keime im Stall“

Ilsede Vortrag über „resistente Keime im Stall“

Kreis Peine. Zum Vortrag „Resistente Keime im Stall - Gefahr für unsere Gesundheit!?“ lud am Freitag die Bürgerinitiative Lahstedt/Ilsede unter Federführung von Helga Laue ein. Referentin Dr. Claudia Preuß-Ueberschär zeigte in dem einstündigen Vortrag die Gefahren der Massentierhaltung auf.

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30 Interessierte lauschten dem Vortrag über resistente Keime.

Quelle: bol

Rund 30 Gäste waren der Einladung in den Gelben Salon der Schützengilde gefolgt.

Im Kern ging es darum, dass aufgrund der Art der Tierhaltung, dem Konsumverhalten der Verbraucher und der Anpassung der Tiere an die derzeitigen Haltungssysteme, Schweine, Hühner und andere Tiere in Massentierhaltung ständig unter Stress stehen. Dies hat wiederum zur Folge, dass das Immunsystem der Tiere leidet und sie mit Antibiotika behandelt werden. „Gießkannenmäßig wird Antibiotika heute den Tieren verabreicht. Nicht nur an diejenigen, die erkrankt sind, sondern an alle Tiere in einer Haltung“, erklärte Preuß-Ueberschär, die zusammen mit 140 weiteren Mitgliedern zum ehrenamtlich geführten tierärztlichen Forum für verantwortbare Landwirtschaft gehört. „Durch die übermäßige Gabe von Antibiotika entwickeln sich resistente Keime“, führte Preuß-Ueberschär fort. „Für Verbraucher besteht die Gefahr, über die Abluft der Stallanlage, Mist und Gülle und nicht zuletzt durch die Verarbeitung und den Verzehr von Fleisch mit diesen Keimen infiziert zu werden.“

Um zu verdeutlichen, wie brandheiß dieses Thema ist, hatte die Expertin interessante Zahlen mitgebracht. Demnach isst jeder Deutsche in seinem Leben durchschnittlich 46 Schweine, 2011 wurden in Europa 1.706 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben, 90 bis 99 Prozent davon an Tierärzte in der Nutztierhaltung, wobei in Europa nur vier Prozent aller Tierärzte in der Nutztierhaltung tätig sind. Der Bereich der Ernährung sorgt für 30 Prozent CO2-Ausstoß, im Vergleich dazu sind es beim Verkehr nur 20 Prozent. Deutschland ist größter Schweinefleischproduzent in Europa und im Bereich Rind zweitgrößter.

Abschließend sagte die Expertin: „Wir müssen erreichen, dass Medikamente nur im Ausnahmefall verabreicht werden. Der Wille es zu verändern, muss da sein.“

bol

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