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Vor 65 Jahren in Bülten: Einweihung des Ehrendenkmals

Ilsede-Bülten Vor 65 Jahren in Bülten: Einweihung des Ehrendenkmals

Bülten. Am 24. Juni 1951 wurde auf dem Friedhof in Klein Bülten feierlich das Ehrenmal der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten eingeweiht.

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Der Blick auf das Ehrenmal in Bülten aktuell und zur Einweihung 1951: Bis auf die gewachsene Bäume hat sich das Bild kaum verändert.

Quelle: jaw / Archiv

In der Dorfchronik aus dem Jahr 1955 wird dazu Folgendes geschrieben: „Ein schlichtes, weißes Marmorkreuz mit der Inschrift ‚Unseren Söhnen zum Gedenken, sie kämpften, sie glaubten, sie starben‘, steht an der Südseite, daneben zwei Steine mit den Namen der 29 Vermissten und davor in zwei langen Doppelreihen 75 Gedenksteine mit den Namen der Gefallenen und der im hiesigen Reservelazarett Verstorbenen.“ Einen ähnlichen Eindruck erhalten Besucher auch heute noch, jedoch stehen heute 93 Steine.

Außerdem wurde an jenem Tag vor genau 65 Jahren auch der Gedenkstein für die verstorbenen russischen Kriegsgefangenen errichtet. 1951 wurde an dieser Stelle an 13 Italiener und sechs Russen erinnert; heute steht an dieser Stelle noch der Stein mit den Namen und Lebensdaten der russischen Internierten, das Ehrenmal für die Italiener steht nicht mehr, da ihre sterblichen Überreste in den 1950er-Jahren auf einen Hamburger Friedhof umgebettet wurden.

Auf Bildern aus der Zeit der Eröffnung lassen sich die Ausmaße des Ehrendenkmals noch gut erkennen; heute ist es immer noch eindrucksvoll, wurde in der Fläche aber etwas verkleinert.

Wie lebendig die Erinnerung in Bülten an die Verstorbenen noch ist, zeigt nicht nur die Reinigungs-Aktion der Grabsteine, die unter Organisation vom ortsansässigen Heimat- und Bergbauverein vor wenigen Tagen durchgeführt wurde, sondern auch ein Ortsbesuch.

Mit dabei ist Helmut Wöbbeking, Bültener mit Leib und Seele, der auf das wiederkehrende Datum der Einweihung aufmerksam gemacht hat. Ausführlich und mit beeindruckender Kenntnis erzählt Wöbbeking von den Veränderungen des Mahnmals. „Es ist denkbar, dass nach 1951 noch der Tod weiterer Soldaten bekannt geworden ist“, gibt er eine Erklärung für die größere Zahl der Gedenksteine. Vor Ort trifft er sogleich auf zwei Besucher des Friedhofs, die sich mit ihm intensiv über das Denkmal austauschen.

Auch die PAZ berichtete vor 65 Jahren von der Einweihung des Ehrenmals: „Das Gedenkkreuz war mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne verhüllt und die einzelnen Steine für die Gefallenen mit leuchtend roten Blumen bepflanzt.“

Den damaligen Worten des Bürgermeisters Friedrich Klages lässt sich auch heute kaum noch etwas anfügen: „Das Mahnmal soll nicht nur eine Erinnerung für die Toten sein, sondern wir wünschen, dass es eine Mahnung ist für Frieden und Völkerverständigung.“ Dank der Reinigung sind die Gedenksteine 65 Jahre nach ihrer Einweihung wieder fast wie neu.

jaw

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