Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Vor 40 Jahren öffnete Solschens "Kastanie"

Ilsede Vor 40 Jahren öffnete Solschens "Kastanie"

Solschen. Eigentlich hatte sie ihre neue Gastwirtschaft in Solschen ja „Zur windigen Ecke“ nennen wollen, damals im Februar 1973, als Edeltraud Rubel mit Ehemann Hans das ehemalige „Gasthaus Lorberg“ kaufte. Später einigte man sich auf „Zur Kastanie“ - nach dem mächtigen Baum am Haus. Damals, als das Benzin noch billig war, als in Gasthäusern um die Wette geraucht wurde und man sich nicht vorstellen konnte, über den Kugelwasserturm zu diskutieren.

Voriger Artikel
Kugelwasserturm: Freundeskreis will Entscheidung um Monate verschieben
Nächster Artikel
Kinderbus für "Zwerge"

Seit 40 Jahren ist das Solschener Gasthaus „Zur Kastanie“ in Familienbesitz (v.l.): Edeltraud und Hans Rubel mit Sohn Stefan und Schwiegertochter Birgit.

Quelle: cb

Heute vor 40 Jahren begrüßten die Rubels die ersten Gäste und der Teufel steckte im Detail: Zuvor versagte die Kühlanlage und das Dach war undicht. Kein Problem für die Gastwirtsleute, die vorher für drei Jahre eine Gastwirtschaft im Landkreis Gifhorn geführt hatten.

„Aber wir wollten Eigentum“, erklärt die aus Neisse stammende Gastwirtin. Zufällig kommt man auf das Objekt in Solschen. „Billig und groß!“ Das Paar greift zu, braucht es doch auch Platz für seine drei Kinder samt Großmutter. Die Neubürger werden freundlich aufgenommen („ich war zweimal Schützenkönigin“), fünf Jahre später investieren die Rubels in eine moderne Kegelanlage. „Das ist mein Baby“, sagt die Wirtin und präsentiert stolz die beiden Bahnen.

Damals habe man bereits um 10 Uhr geöffnet, Stammkunden hätten sich ebenso zuverlässig eingefunden wie auch Kunden eines benachbarten Autohauses, die sich die Wartezeit bei einer Tasse Kaffee verkürzen. Zahllose Anekdoten haben die Rubels parat, erinnern sich an Feste und Feiern, endlose Abende und Küchenhektik. Bei ihrer Mutter habe sie einst das Kochen erlernt und in der knappen Freizeit Aufbaukurse besucht. „Sechs Schnitzel in der Pfanne und zehn Bier zu zapfen“ - da könne man schon nervös werden.

Die „Kastanie“ wird zum Treffpunkt für die Vereine des Ortes, noch heute veranstaltet das Bürgercorps seine Schießveranstaltungen im großen Saal. Ihre Liebe zur Gastronomie haben die Rubels allen drei Sprösslingen vererbt, Sohn Stefan führt nun seit 1993 den Betrieb. Lebhaft erinnert sich seine Mutter an die Stationen seiner Karriere als Koch, die ihn über süddeutsche Badeorte und die Schweiz wieder nach Solschen führte. „Eigentlich war er damals nur zu Besuch, aber ich konnte ihn für ein Jahr für uns verpflichten“. Dabei kann sie sich Kochtricks vom Profi abgucken, der Sohn profitiert von Mutters Erfahrung. Seit er nun das Haus führt, haben die Eltern Zeit: Sie trainiert im Fitness-Studio, engagiert sich ehrenamtlich in der katholischen Kirchengemeinde Ilsede, ihr Mann liebt neben Wassergymnastik das abendliche Gläschen Wein mit seiner Edeltraut.

Im Juni soll übrigens ein Kastanienfest gefeiert werden. Mit dem ganzen Dorf. An der „windigen Ecke“…

uj

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung