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Vergünstigung mit „Geschmäckle“

Groß Ilsede Vergünstigung mit „Geschmäckle“

Jetzt gibt es kein Zurück mehr: Der Planungsverband hat bei der Sitzung am Montag den Abriss der Dampfzentrale auf dem Hüttengelände an eine Firma vergeben. Knapp 800000 Euro Abrisskosten waren ursprünglich berechnet, doch nun soll es günstiger werden – erheblich günstiger.

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Bald ein Bild der Vergangenheit: die Dampfzentrale auf dem ehemaligen Hüttengelände.

Quelle: cb

Ilsede-Groß Ilsede . Gleiche Leistung – weniger Kosten: Die Summe von 795000 Euro stand für den Abriss der Dampfzentrale lange im Raum. Nun hat der Planungsverband bei seiner jüngsten Sitzung den Abriss-Auftrag an eine Firma vergeben – und kommt erheblich günstiger dabei weg: Laut gut unterrichteter Kreise kostet der Abriss 200000 Euro. Mit etwa 300000 Euro rechnet Planungsverbands-Vorsitzender Werner Kirschner.

„Ich bin selbst überrascht, dass der Preis so stark gesunken ist“, sagt Kirschner auf PAZ-Anfrage. 2007 hat die Norddeutsche Immobiliengesellschaft den Abriss auf 795000 Euro veranschlagt, in diesem Jahr wurde der Preis von einem Ingenieursbüro aus Braunschweig noch einmal bestätigt. Der viel günstigere aktuelle Preis habe sich zu einem großen Teil aus einer genaueren Untersuchung des Gebäudes ergeben.

„Was ursprünglich als Sondermüll entsorgt werden sollte, hat sich als weniger schädlich herausgestellt, nachdem man mehr Proben als bisher genommen hat.“ Nun müsse dieser Bauschutt nicht als Sondermüll teuer entsorgt werden, sondern kann während des Abrisses zerkleinert zwischen Keller und der Asphaltdecke, eingelagert werden, die den Platz der Dampfzentrale schließlich versiegelt. „Die Preisspanne zwischen diesen Entsorgungsarten ist wirklich enorm“, betont Kirschner. Dazu komme die wirtschaftliche Lage, bei der die Firmen preislich heruntergehen.

Nicht ohne Skepsis wird diese plötzliche Vergünstigung in eingeweihten Kreisen gesehen – hatten doch Befürworter des Dampfzentralen-Erhaltes, wie etwa der Förderverein Haus der Geschichte, lange Zeit argumentiert, dass der Erhalt ebenso teuer wie der Abriss wäre – zumal das bereitgestellte Städtebau-Fördergeld von 800000 Euro auch für den Erhalt eingesetzt werden dürfte.

Auch Kirschner hatte sich öffentlich für den Erhalt der Dampfzentrale eingesetzt und ist Mitglied des Fördervereins. Dass der unabwendbare Abriss nun viel günstiger wird, bringt ihn in Erklärungszwang. „Ich weiß, dass nun ein Geschmäckle entstehen kann“, bezieht Kirschner Stellung. „Deshalb habe ich von Gutachtern die damaligen Schätzungen noch einmal erläutern lassen – sie waren schlichtweg ungenauer als die heutigen Untersuchungen.“

Das übrige Städtebau-Fördergeld soll als finanzielles Polster für den Abriss genutzt werden, auch für den Ausbau der Fenster der Gebläsehalle könnte es eingesetzt werden, schlägt Kirschner vor.

Ende November sollen die Abrissarbeiten beginnen, im Frühjahr soll die Bauarbeit abgeschlossen werden.

sip

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