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Trotz Protests: Ortsdurchfahrt wird erneuert

Gadenstedt Trotz Protests: Ortsdurchfahrt wird erneuert

Gadenstedt. Seit Wochen erhitzt der Ausbau der Ortsdurchfahrt Nord die Gemüter der Anwohner (PAZ berichtete). Dies war auch bei der gemeinsamen Sitzung des Gadenstedter Ortsrates und des Ilseder Bauausschusses zu spüren. Der viele Protest brachte bislang dennoch nichts - sowohl der Ortsrat wie auch der Bauausschuss stimmten der Straßenumgestaltung zu.

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Bei der gemeinsamen Sitzung des Gadenstedter Ortsrates und des Ilseder Bauausschusses wurde lange über den Ausbau der Gadenstedter Ortsdurchfahrt diskutiert.

Quelle: Anna Gröhl

Nach fast zweieinhalb Stunden stand das Ergebnis fest: Der Ortsrat stimmte mit nur einer Gegenstimme von Hartmut Bartels für den Ausbau der Gadenstedter Ortsdurchfahrt. Und auch der Bauausschuss schloss sich dieser Entscheidung mehrheitlich an. Dabei basiert die Entscheidung auf der Grundlage des Vorentwurfes für den Ausbau, wonach Anliegerbeiträge von bis zu 60 0000 Euro fällig werden.

Bernd Haberla vom Ingenieurbüro fügte hinzu, dass sich im Unterbau der Ortsdurchfahrt gefährliche Stoffe wie Sulfate befänden. Im Falle des Straßenausbaus müssten auch deren Entsorgungskosten die Bewohner tragen.

Anwohner Roger Rienkens äußerte sich kritisch gegenüber den Plänen: „Viele Leute haben weder das Geld, noch bekommen sie Kredite von der Bank, um die geforderte Summe aufzubringen. Ratenzahlungen und Stundungen sind für sie ebenfalls unmöglich.“

Ilsedes Bürgermeister Otto-Heinz Fründt versuchte zu erklären: „Auch Einzelfälle werden wir uns ansehen, denn als Verwaltung wollen wir natürlich für jeden Anlieger eine Lösung finden.“

Den Vorschlag der Anlieger, auf einen Ausbau der Ortsdurchfahrt zu verzichten und stattdessen die Straße nur mit einer neuen Fahrbahndecke zu versehen, kam die Politik nicht nach. Diskussionen brachte zudem die Frage nach einem Schutzstreifen für Radfahrer, denn auch ein Radweg oder ein kombinierter Geh- und Radweg an der Ortsdurchfahrt sei bislang nicht vorgesehen. Haberla erklärte, dass es keinen Platz dafür gebe. Würde dagegen der Gehweg für den Schutzstreifen schmaler gebaut werden, würden wiederum Fördermittel wegfallen.

Die endgültige Entscheidung des Straßenausbaus muss der Gemeinderat im September treffen.

ag

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