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Streit um Integrations-Beauftragte

Freie Bürger Ilsede Streit um Integrations-Beauftragte

Mit deutlichen Worten kritisieren die Freien Bürger Ilsede (FBI) die neu eingerichtete Stelle der Integrations-Beauftragen in Ilsede. Dabei gehe es nicht darum, dass „eine junge türkische Frau aus Peine eine Arbeitsstelle in Ilsede erhält.

Ilsede-Groß Ilsede. Wir hinterfragen hier eine freiwillige Aufgabe, für die wir keine Notwendigkeit sehen und die wir wegen des hohen Konsolidierungsdrucks ablehnen“, sagt Ilse Schulz, Vorsitzende der FBI-Fraktion im Ilseder Rat.
Die Kritik der Freien Bürger Ilsede richtet sich an die Adresse der Gruppe SPD/ Grüne/ Dr. Rohne und den Bürgermeister. Der Vorwurf: Die Schaffung der Integrations-Stelle sei einzig und allein eine politisch-ideologisch motivierte Entscheidung. Eine ausdrückliche Begründung würde fehlen.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die Ilseder SPD/Grüne/Rohne-Ratsgruppe einen entsprechenden Antrag gestellt. „Ilsede hat nach Peine prozentual den zweithöchsten Anteil an ausländischer Bevölkerung im Kreis. Aber die Integration läuft nicht gut“, hatte die Fraktionsvorsitzende Marita Heuer (SPD) damals gesagt. Dass Integration ein wichtiges Thema sei, leugnete auch die Opposition nicht. Allerdings sahen CDU, FBI und FDP die Notwendigkeit einer Integrationsbeauftragten nicht.

Schließlich setzte sich die Mehrheit durch und Zican Yalcin nahm Mitte Januar ihre Arbeit auf. „Integration findet in der konkreten Situation, in Vereinen, der Kindertagesstätte, den Schulen bereits statt“, sagt Ilse Schulz nun. Die Gemeinde solle nicht so tun, als könnte sie aus dem Füllhorn schöpfen.

„Die Freien Bürger Ilsede wollen keinen sozialen Kahlschlag, aber Maßhalten als Priorität“, erläutert die Vorsitzende. „Das Bemühen um Konsolidierung haben wir gegenüber Vereinen und Organisationen zu vertreten. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit, wenn wir so eine Stelle schaffen?“

Richtiger wäre es laut Schulz gewesen, die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten auszubauen. Judith Hell arbeitet seit einigen Monaten ehrenamtlich mit einer geringen Aufwandsentschädigung und hatte frühzeitig die Bereitschaft signalisiert, sich auch des Themas Integration anzunehmen.

Grundlage für ein besseres Zusammenleben ist für Schulz die konsequente Umsetzung der Sprachförderung. „Dazu bedarf es aber nicht der Stelle einer Integrationsbeauftragten“, sagt die ehemalige Lehrerin. Zur Klärung spezieller Fragen würden genügend Organisationen zur Verfügung stehen.

Tobias Mull

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