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Sperrung der B 444: Autofahrer missachten Durchfahrtsverbote

Ilsede Sperrung der B 444: Autofahrer missachten Durchfahrtsverbote

Ilsede. Nicht nur den Gewerbetreibenden macht die Sperrung der B 444 in Klein Ilsede zu schaffen, auch Anwohner leiden. Während diejenigen, die an der Ortsdurchfahrt wohnen, die Ruhe genießen, erleben andere eine plötzliche Mehrbelastung durch Verkehr - so wie Karin und Peter Bollmann aus Klein Ilsede.

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Am Langerhornsweg (im Bild) hat der Kreis 104 Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot geahndet. Auch am Bruchweg wurden Autofahrer gesichtet.

Quelle: Archiv

Aufgrund der Straßenbauarbeiten in Klein Ilsede habe der Verkehr auf dem Bruchweg erheblich zugenommen, schildert das Paar. „Schlimmer noch ist die Tatsache, dass Autofahrer, um die Sperrung zu umgehen, nun westlich des Ortes jenseits der Bahnlinie einen unbefestigten Weg quer durch die Wiesen - ein Landschaftsschutzgebiet - fahren“, ärgern sich die beiden.

Dort - hat das Paar beobachtet - blieben die Autofahrer in einem Schlammloch stecken und müssten herausgezogen werden. „In einem Fall wurden von einem Weidezaun Pfähle herausgezogen, um sie unter die Autoräder zu legen, wodurch Rinder entlaufen konnten!“, empören sich Karin und Peter Bollmann.

Dass Autofahrer sich wiederholt ihre eigenen Wege suchen und sich dabei auch von Durchfahrtsverboten nicht aufhalten lassen, hat auch der Landkreis Peine festgestellt. Am Langerhornsweg in Klein Ilsede hat der Kreis insgesamt sechsmal für jeweils drei Stunden zu unterschiedlichen Tageszeiten das Durchfahrtsverbot überwacht. Das Ergebnis: 104 Verstöße, die die Fahrer jeweils 20 Euro Verwarnungsgeld kosten.

„Mehrfach mussten unsere Mitarbeiter beobachten, dass Fahrzeugführer gewendet haben, nachdem sie das Messfahrzeug entdeckt hatten - so beispielsweise auch der Fahrer eines Lastzuges, der für sein Wendemanöver angesichts der Örtlichkeiten rund eine Viertelstunde benötigte“, teilt Kreis-Sprecher Henrik Kühn mit.

Der Langerhornsweg ist von der Fahrbahnbreite her nur für ein Fahrzeug ausgelegt. Wer dort verbotenerweise abkürzt, behindere möglicherweise Rettungskräfte und Linienbusse, für die die Benutzung freigegeben ist.

Kühn schildert: „In einem konkreten Fall standen sich ein Lkw und ein Linienbus gegenüber. Der Fahrer des Lkw, der hier definitiv ‚nichts zu suchen hatte‘, verfügte nicht ansatzweise über Einsichtfähigkeit. Nur unter Zuhilfenahme der Polizei konnte die im Wortsinne festgefahrene Situation aufgelöst werden.“

Auch gegenüber Fußgängern und Radfahrern, die den Weg benutzen dürfen, komme es immer wieder zu ungehörigen Kommentaren und Gesten. Kühn sagt: „Zusammengefasst bleibt festzustellen, dass Selbstherrlichkeit gepaart mit erschütternder Ignoranz hier offenbar eine ganz maßgebliche Rolle spielen, wenn es darum geht, ob simpelste Regeln beachtet werden oder nicht.“

Auch die Polizei überprüfe die Einhaltung der Durchfahrtsverbote punktuell. Im Fall, dass Verstöße festgestellt werden, rät Kriminalhauptkommissar Michael Sock, diese der Polizei zu melden.

mir

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