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Solschen: Landwirt plant Bau von Biogas-Anlage

Ilsede Solschen: Landwirt plant Bau von Biogas-Anlage

Solschen. Eigentlich wollte der Solschener Landwirt Heinrich Schaper bereits im vergangenen Jahr etwas außerhalb der Ortschaft eine Biogas-Anlage bauen - doch die Pläne hatten sich schließlich zerschlagen. Jetzt wagt der 58-Jährige einen neuen Anlauf.

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Die Infoveranstaltung in Solschen.

Quelle: im

Der Standort der Anlage an der Landesstraße 413 nördlich von Solschen ist geblieben, ansonsten ist alles neu. „Wie haben eine komplett neue Anlage mit modernster Technik geplant“, sagt Landwirt Heinrich Schaper. Hatte er letztes Mal noch einen Partner mit an Bord, will der Solschener jetzt das Projekt alleine stemmen. Später soll der Sohn die Anlage übernehmen.

Mit der Anlage soll Bio-Methan auf Erdgas-Niveau erzeugt werden, das dann in das Erdgas-Netz eingespeist werden soll. Es werde weder Strom vor Ort erzeugt noch Abwärme genutzt, erklärt der Landwirt. Wenn alles glatt läuft, könnte die Anlage im Sommer 2013 gebaut werden und in Betrieb gehen, hofft Schaper.

Die Solschener sehen der Anlage in etwa 700 Meter Entfernung des Ortes sehr gelassen gegenüber. Diesen Eindruck hat jedenfalls Ortsbürgermeisterin Christa Strube. „Mir selbst und vielen anderen ist so eine Anlage immer noch lieber als der ganze Atommüll“, erklärt die Sozialdemokratin. Auch bei einer Infoveranstaltung zu der geplanten Anlage gab es kaum kritische Stimmen.

In aller Ruhe hatte Schaper die Fragen der Besucher beantwortet. „Eine Diskussion ist wichtig“, sagt der Landwirt. „Ich möchte den Menschen gerne die Mechanismen der Anlage erläutern.“

Meist drehen sich die Fragen um die Problematiken des Anlieferungsverkehrs. Einige befürchten auch eine „Vermaisung“ der Landschaft, weil Biogas-Anlagen meistens mit Mais „gefüttert“ werden. Doch hier konnte Schaper Entwarnung geben. Der Anlieferungsverkehr werde sich seinen Planungen nach kaum auf die Ortschaft auswirken, da die Anlage von zwei Seiten aus beliefert werden kann. Und eine „Vermaisung“ müsse auch niemand fürchten, da in der Anlage höchstens 60 Prozent Mais verarbeitet werden dürfen.

Biogasanlage

In einer Biogas-Anlage wird das Substrat (Mais, Getreide, Rüben) durch Mikroorganismen so zersetzt, dass sich in dem „Abfallprodukt“ Methan die vorhandene Energie konzentriert. Dieses Methan wird in der in Solschen geplanten Anlage dann in das Erdgasnetz eingespeist. Biogas-Anlagen gelten als CO2-neutrale regenerative Energiequelle. Kritiker solcher Anlagen befürchten negative Umwelteinflüsse (Monokulturen, Boden- und Grundwasserbelastung) und regionale Flächenkonkurrenzen zwischen Anbauflächen für Nahrungsmittel-, Futtermittel und Energiepflanzenerzeugung. mu

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