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Siedlergemeinschaft Ölsburg in den Masuren

Ilsede Siedlergemeinschaft Ölsburg in den Masuren

Ölsburg. Die ehemals deutsche Provinz Ostpreußen - „Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen“ - ist ein Stückchen Europa, das ganz unterschiedliche Reaktionen in den Köpfen vieler Menschen auslöst. Deshalb hat die Siedlergemeinschaft Ölsburg ihm einen Besuch abgestattet.

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Die Ölsburger Reisegruppe vor dem Bruno Kreuz am Löwentin See bei Lötzen – Das Kreuz steht zum Gedenken an den Märtyrertod des Bischoffs Bruno von Querfurt in 1009.

Quelle: oh

Die Reise führte über Poznan-Posen und Torun-Thorn nach Nikolaiken in Masuren am Spirdingsee. Für einige Mitreisende war dies noch ein Wiedersehen mit ihrer alten Heimat, für die meisten zählten aber die unbekannten Landschaften und Kulturdenkmäler.

Auf dem Programm standen die Johannisburger Heide, Ukta, Johannisburg, eine Bootstour über die Krutyna und dem Spirdingsee. In der Wallfahrtskirche Heilige Linde, der „Perle des Barocks“, wurde einem Orgelkonzert gelauscht, um danach in Görlitz bei Rastenburg in die graue Wirklichkeit der Wolfsschanze, einer der Befehlszentralen des letzten Krieges einzutauchen. Die Rückfahrt erfolgte über Lötzen und einigen der besterhalten gebliebenen ostpreußischen Alleen entlang des Löwentin Sees nach Nikolaiken. Ein Höhepunkt der Reise sollte der Oberländer Kanal sein, der auf 9 Kilometer Länge durch fünf Rollberge oder schiefe Ebenen unterbrochen wird, wo die Schiffe fast 106 Meter Höhenunterschied überwinden. „Leider ist dieses Welt-Kultur Erbe zur Zeit wegen Erhaltungsmaßnahmen bis Ende 2014 trocken gelegt“, sagt Kurt Klöpper von der Siedlergemeinschaft.

Dafür entschädigte die auf dem Weg nach Danzig gelegene Marienburg vollkommen: Diese vom 12. bis zum Ende des 14. Jahrhundert von den Ordensrittern erbaute Welt größte Backsteinburg wechselte in seiner abwechslungsreichen Geschichte mehrmals die Eigner. Ab 1457 zog dort der polnische König, im 30-jährigen Krieg kurzzeitig die Schweden, danach 1772 bis 1945 die Preußen ein. „Der Leistung weitsichtiger Polen und der Finanzierung in den schwierigen kommunistischen Zeiten haben wir es zu verdanken, dass wir nach den Kriegsfolgen die Ansicht der innen und außen im mittelalterlichen Stil wiederaufgebauten Burg, die für die beiden Länder Deutschland-Polen symbolhaft ist, heute genießen dürfen“, so Klöpper.

Den Abschluss der Fahrt bildete Danzig mit einem Orgelkonzert in der Zisterzienser Kirche von Olivia und ein Besuch der aus Trümmern wiedererstandenen Altstadt.

rd

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