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Seit 100 Jahren steht der Bismarckturm

Oberg Seit 100 Jahren steht der Bismarckturm

Oberg. Der Bismarck-Turm in Oberg steht seit genau 100 Jahren weithin sichtbar auf seinem Platz auf dem Lahberg. Aufgrund des Jubiläums findet am kommenden Wochenende eine zweitägige Veranstaltung des Heimat-Vereins Oberg statt.

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Das Foto stammt von Matthias Grimm aus Münstedt und zeigt den Bismarckturm umgeben von Raps.

Quelle: Matthias Grimm

Der Lahberg in der Gemarkung Oberg ist mit 110 Metern eine der höchsten Erhebungen im Landkreis Peine. Er gehört zum Besitz des Rittergutes. Errichtet wurde der Turm 1915 zum 100. Geburtstag des ersten deutschen Kanzlers Otto von Bismarck, der auch als „Eiserner Kanzler“ bekannt ist.

„Man sah in Bismarck damals eine Idealfigur, er wurde mehr verehrt als der Kaiser“, weiß Jürgen Rump, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins, zu berichten. Viele Menschen seien begeisterte Bismarck-Anhänger gewesen, und wer es sich erlauben konnte, habe ihm zu Ehren so einen Turm gebaut. Bauherr war in diesem Fall der damalige Besitzer des Ritterguts, Hugo Leßmann.

Eine offizielle Einweihungsfeier hat es seinerzeit wegen des Ersten Weltkriegs nicht gegeben. Eine wirkliche Nutzung gab es für den Turm nie. „In den 70er-Jahren verfiel er zusehends und drohte, eine Bauruine zu werden. Der Heimatverein hat ihn dann mit viel Unterstützung von außen wieder instand gesetzt“, erzählt Rump.

Etwas Besonderes sind die Steine. Dabei handelt es sich nicht, wie auf den ersten Blick vermutet werden kann, um Sandstein. Vielmehr benutzte man damals mit Schlacke gefüllten Beton, für den der damalige Maurermeister Lege aus Groß Lafferde extra eine Steinbaumaschine entwickelt hat.

„Diese Maschine gibt es noch. Das ist ein Glück, denn für den Nachbau von Steinen zu Sanierungszwecken ist sie unverzichtbar“, sagt Rump. Die Nachbauten sind allerdings aus massivem Beton, auf die Schlackefüllung wurde verzichtet.

Wie wichtig der Turm den Obergern ist, zeigt das Wappen: Seit 1952 ist das Bauwerk darauf zu sehen.

wos

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