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Schulzentrum Ilsede: Mensaverein kündigt Betreiber

Ilsede Schulzentrum Ilsede: Mensaverein kündigt Betreiber

Ilsede. Streit ums Essen in Ilsede: Der Mensaverein des Ilseder Schulzentrums hat zum Sommer den Vertrag mit der Lebenshilfe Peine-Burgdorf als Mensa-Betreiber gekündigt. „Es gab immer wieder Kritik an dem Angebot. Vor allem Eltern monierten beispielsweise, dass es zu viel Pommes und Nudeln und zu wenig gesunde Vollwertkost gebe“, sagt Dirk Hunger, stellvertretender Vorsitzender des Mensavereins.

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Die Ilseder Mensa bei der Wiedereröffnung vor einigen Jahren.

Quelle: Simon Polreich

Der Verein, der vom Landkreis Peine als Eigentümer der Mensa die Nutzungsrechte übertragen bekommen hat, sei dann an die Lebenshilfe herangetreten und habe die Verantwortlichen gebeten, ein neues Konzept vorzulegen. „Dabei ging es nicht nur um vollwertigeres Essen. Wir wünschten uns zum Beispiel auch, dass frisch vor Ort gekocht wird“, sagt Hunger. „Die Lebenshilfe hat jedoch kein Interesse gezeigt, den Mensa-Betrieb in diese Richtung weiterzuentwickeln.“ Als Reaktion darauf habe man nun den Vertrag gekündigt.

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, Uwe Hiltner, kann die Kritik nicht so recht nachvollziehen und zeigt sich enttäuscht von den neuesten Entwicklungen. „Wir haben den Vertrag erfüllt - und ein neues Konzept, wie es dem Mensaverein vorschwebt, ist finanziell einfach nicht leistbar“, erklärt Hiltner und verweist auf den Landkreis als Schulträger und Mensa-Eigentümer. Der sehe einen Preis von 3,20 Euro pro Essen derzeit als Obergrenze an. „Und wer einen Golf kauft, kann eben keinen Mercedes erwarten.“

Die Kreisverwaltung teilte auf PAZ-Anfrage mit, dass es keine „in Stein gemeißelten“ Preisobergrenzen gebe. „Die Mensavereine können aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zu den Schülern und Eltern am besten beurteilen, welcher Preis als akzeptabel angesehen wird“, erklärt Fachbereichsleiter Reiner Göldner. Allerdings sei der Kreis bemüht, einen Preis von 3,20 Euro zu erreichen. Um diesen Preis zu halten, könne jeder Caterer Zuschüsse beantragen. Ob dies im vorliegenden Fall geschehen sei, wollte Göldner nicht kommentieren.

Nach der Kündigung sucht der Mensaverein jetzt einen neuen Mensa-Betreiber. „Derzeit finden Gespräche mit verschiedenen Anbietern statt“, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Für die Lebenshilfe sei dabei die Tür übrigens nicht endgültig zugeschlagen. „Wenn sie uns ein schlüssiges Konzept vorlegen, ist auch der Mensa-Betrieb durch die Lebenshilfe vorstellbar“, so Hunger.

mu

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