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Schulschließung: Zweifel an Brandschutz-Kosten

Adenstedt Schulschließung: Zweifel an Brandschutz-Kosten

Adenstedt. Die Adenstedter bangen um ihre Grundschule. Grund sind hohe Baukosten für den Brandschutz. Adenstedts Ortsbürgermeister Jürgen Schoke (IGA) hat Zweifel an der Höhe der Summe von 520 000 Euro.

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Beim Brandschutz an der Grundschule Adenstedt muss nachgebessert werden: Der Ortsrat hat Zweifel an der Höhe der Kosten.

Quelle: mir

„Wir schätzen, dass die Kosten viel zu hoch sind“, sagt Schoke, der mit dem Ortsrat am Mittwochabend im Vorfeld der Ortsratssitzung bei der Begehung der Schule mit Vertretern des Ingenieurbüros, des Schulelternrats und des Heimatvereins sowie Interimsbürgermeister Otto-Heinz Fründt dabei war.

Doch auch nach der Begehung sei vieles unklar geblieben. „Wir haben Alternativen aufgezeigt, wie man das zum Bruchteil der Kosten realisieren könnte.“

Interimsbürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD) hält dagegen: „Ich zweifle die Zahlen nicht an. Es kann durchaus sein, dass die Kosten noch steigen werden.“ Denn die Decken, die ebenfalls feuerschutztechnisch nachgebessert werden müssten, seien noch nicht veranschlagt gewesen, ebenso eine nötige Grundsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Konkret gehe es in der Grundschule, die derzeit noch 80 Kinder besuchen, um Fluchtwege und brandschutzsichere Türen und Wände, erläutert Jörg Gilgen (SPD), ehemals Vorsitzender des Alt-Lahstedter Schulausschusses. Die Sofortmaßnahmen seien bereits erfüllt, sodass der Betrieb weitergehen kann. Gilgen sagt: „Die Kosten für den Brandschutz sollten noch einmal genau ermittelt werden.“ Sobald sich der neue Schulausschuss konstituiert habe, wolle die Politik - parteiübergreifend - über die Zahlen informieren und die Diskussion mit den Eltern suchen. „Die Frage ist doch: Was ist den Eltern wichtiger? Dass das Kind im Dorf unterrichtet wird oder eine höhere Schulqualität aufgrund eines größeren Angebots?“ Daneben ginge es nicht nur um hohe Kosten, die den Erhalt der Schule gefährden, sondern auch um sinkende Schülerzahlen sowie weitere erforderliche Umbauten im Zuge der Inklusion.

Ortsbürgermeister Schoke indes hat Zweifel: „Wenn Gefahr im Verzug ist, dann müsste die Schule doch sofort geschlossen werden.“ Der Schulstandort sei aber noch bis 2018 gesichert.

Viele junge Menschen würden wieder zurück nach Adenstedt ziehen - gerade für sie sei eine Grundschule vor Ort wichtig. „Viele äußern den Wunsch, dass die Schule erhalten bleibt“, so Schoke. „Es wird darauf hingearbeitet, dass die Adenstedter Grundschule geschlossen wird“, glaubt der Ortsbürgermeister. „Wir befürchten, dass es ein langsamer Tod sein wird, aber wir werden weiterkämpfen.“

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