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Schulleiter Manfred Balke im Ruhestand

Ilsede Schulleiter Manfred Balke im Ruhestand

Ilsede. Für seine damalige Schülerkarriere findet er eher zurückhaltende Attribute: „nicht berauschend“, „gut waren Andere“. Jetzt kann er das freimütig zugeben, denn heute wird Manfred Balke nach 17 Jahren als Schulleiter der Gund- und Hauptschule Ilsede in den Ruhestand verabschiedet.

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Genug zu tun ist immer - auch noch zwei Tage vor dem Abschied: Schul-Chef Manfred Balke.

Quelle: uj

Von Abschiedsstimmung ist jedoch zwei Tage zuvor, also während des PAZ-Gesprächs noch nichts zu merken: Besprechungen liegen an und der Schreibtisch ist noch vollgepackt.

1998 kam er als Konrektor an die Groß Ilseder Lehranstalt, ein Jahr später wurde er Chef. Eigentlich hatte er nach dem Abitur eine Verwaltungslehre angestrebt, wurde aber erst zum Wehrdienst einberufen. Erst dort sei ihm in den Sinn gekommen, wie viele seiner Kameraden auch, danach ein Studium zu beginnen. Da seine Lieblingsfächer in einem Braunschweiger Gymnasium Deutsch und Musik waren, „lag es nahe, etwas damit zu studieren“. Im Gegensatz zur Schule macht ihm das Studium nicht nur Spaß sondern Freude. Die Verwaltungslaufbahn ist passè, Balke wird „Pauker“, unterrichtet an Haupt- und Grundschulen, an einer IGS und an der Orientierungsstufe Wilhelmschule in Peine. „In der fünften und sechsten Klasse sind die Kinder besonders wissbegierig, neugierig und aufgeweckt - eine großartige Zeit!“

Ob man als Lehrer Kinder mögen müsse? „Ja sicher“, sagt er, lacht und wird wieder ernst: natürlich könne es auch Kollegen geben, die ihr Fach noch wichtiger nähmen.

Das Fach Musik wäre indessen eines, bei dem sich Schüler und Lehrer gut vernetzen können, sagt er als Freizeit-Rockmusiker und erzählt über ein Schulfest mit Lehrer-Rockband. Apropos Fest: „Die Hundert-Jahr-Feier unserer Schule wird mir für immer im Gedächtnis bleiben“, sagt er und erzählt über das Zirkus-Projekt, bei dem auch die Lehrer durch Zirkus-Leute geschult wurden. Und natürlich auch der Ilseder Kindermord vor drei Jahren, der bei allem Entsetzen aber auch durch Krisenmanagement und Trauerbewältigung das Kollegium besonders „zusammengeschweißt“ habe und der noch immer nachhänge.

Apropos Kollegium: „Unser Zusammenhalt war immer ein großes Glück für mich“. Und die Erinnerung an Schülerschicksale? „Sehr viele“, sagt er und fügt dann hinzu: „Besonders das jenes irakischen Flüchtlingsmädchens, das vor fünf Jahren ohne die geringsten Deutschkenntnisse zu uns kam und uns vor einer Woche mit dem besten Notendurchschnitt den wir je hatten verlassen hat: 1,3!

Wenn für Balke nach den großen Ferien nun die endlosen Ferien anbrechen, will er mit seiner Frau verreisen, sich endlich um den Garten und um seine 82-jährige Mutter kümmern, vielleicht auch mit ein paar Freunden Rock-Musik machen. „Schade, dass er geht“, sagt auf dem Schulflur Kevin Sonnemann, seit einer Woche Ex-Schüler des „Chefs“: „Das war ein echt cooler Rektor“.

uj

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