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Schläge im Kampf um Parklücke: Geldstrafe

Ilsede Schläge im Kampf um Parklücke: Geldstrafe

Peine/Ilsede. Vielleicht lag es auch am Vorweihnachtsstress, dass ein ansonsten völlig unbescholtener, 54-jähriger Eisenflechter und Vater von vier erwachsenen Kindern aus Ilsede sich dazu hinreißen ließ, einen gleichaltrigen Automechaniker zu verprügeln.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

Diese Tat vom 19. Dezember vergangenen Jahres auf einem Parkplatz hat der Strafrichter im Amtsgericht Peine jetzt als gefährliche Körperverletzung im minder schweren Fall mit einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro geahndet.

Mit Sicherheit lag es aber an den Provokationen und der Beleidigung, mit denen ein Kontrahent im Kampf um eine Parklücke vor einem Bankinstitut den Ilseder Familienvater bedacht hatte, als dieser ihm einen Stellplatz sozusagen direkt vor der Kühlerhaube wegschnappte. Denn der so Benachteiligte geriet darüber dermaßen in Rage, dass er den Angeklagten mehrfach aggressiv aufforderte, auszusteigen und ihm doch zu zeigen, wie stark er sei.

Was das Fass dann schließlich wohl zum Überlaufen brachte, war seine unflätige Beleidigung über die Frau des Angeklagten, die ihren Mann vom Aussteigen abzuhalten versuchte.

Der meinte jedoch, ein Messer in der Hand des anderen gesehen zu haben, stieg aus, und damit nahm das Unheil seinen Lauf: Der andere zog ihn an der Jacke, was der Angeklagte nach eigenen Angaben mit einem Tritt in den Bauch quittierte. Danach schickte er ihn mit Faustschlägen zu Boden und trat zu, wie eine Zeugin beobachtet hatte.

Der Geschädigte erlitt Prellungen an der Schulter und einen Hautriss an der Nase. Die Staatsanwaltschaft wertete den Tritt als gefährliche Körperverletzung und forderte sechs Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Der Verteidiger verwies auf das aggressive Gebaren und die rigide Provokation des Geschädigten, auf die Unbescholtenheit seines Mandanten und dessen bereitwilliges Geständnis und beantragte eine Geldstrafe.

Der Richter entsprach dem mit 90 Tagessätzen zu je 30 Euro, der Angeklagte muss außerdem die Kosten des Verfahrens tragen. Die Staatsanwaltschaft behielt sich das Einlegen von Rechtsmitteln vor.

hui

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