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Schindler schließt: 50 Mitarbeiter arbeitslos

Groß Ilsede Schindler schließt: 50 Mitarbeiter arbeitslos

Groß Ilsede. Schlechte Nachricht aus Groß Ilsede: Die Firma Schindler Automationstechnik, die ihren Sitz am Peiner Feld hat, muss am 31. März schließen.

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Niederlassungs-Leiter Matthias Baxmann.

Quelle: tk

Groß Ilsede. Aufgrund der Massenentlassung stehen jetzt 50 Mitarbeiter - darunter acht Auszubildende - auf der Straße und suchen gemeinsam mit Experten des Arbeitsamtes nach neuen Jobs. Das Unternehmen stellte unter anderem Transportsysteme, Rollenbahnen und Roboterzellen für Produktionsbetriebe wie zum Beispiel Volkswagen Wolfsburg und Braunschweig her.

Der Niederlassungs-Leiter und Prokurist Matthias Baxmann (57), der seit neun Monaten in Ilsede tätig ist, sagte der PAZ: „Das ist für mich eine persönliche Niederlage, denn ich wollte die Firma trotz der großen Schwierigkeiten retten. Das ist leider nicht gelungen. Jetzt ist zuerst das Ziel, die acht Auszubildenden schnell in anderen Unternehmen unterzubringen.“ Verkündet wurde die Schließung in einer emotionalen Betriebsversammlung.

Die Ilseder Filiale gehört zur Mutterfirma Schindler, die ihren Hauptsitz im bayerischen Bad Königshofen hat. Was sind die Gründe für die Schließung von Schindler? „Erstens hat die damalige Führungsebene große Fehler gemacht und sich verkalkuliert. Zweitens trägt die Firma noch viele Altlasten aus der Insolvenz im Jahr 2011 mit sich, die unter anderem auch zu hohen Verlusten geführt haben. Und drittens ist der Markt für Transportsysteme hart umkämpft. Da wurden von den Großkunden massiv die Preise gedrückt“, so Baxmann.

Er hofft, dass die 50 Mitarbeiter, darunter viele Fachkräfte wie Informatiker, Roboter-Konstrukteure und CNC-Fräser, in Kürze wieder einen Arbeitsplatz finden. Der 57-Jährige ist sich sicher: „Die meisten sind gut ausgebildete Spezialisten, die problemlos wieder einen Job erhalten.“

Das Problem sei jedoch für den Wirtschaftsstandort Peine, dass sich damit weitere Spezialisten aus der Region verabschieden würden. „Das ist schade, denn Ilsede ist günstig zwischen den Zentren Wolfsburg, Braunschweig und Hannover gelegen. Und hier haben wir alle Maschinen und Hallen, um weiter erfolgreich Transportsysteme herstellen zu können“, betont Baxmann. Die Produktion für VW wird ab jetzt aus dem bayerischen Werk sichergestellt, dort sind aktuell 120 Mitarbeiter tätig.

tk

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