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Scheiben-Rettung zum Geburtstag

Bülten Scheiben-Rettung zum Geburtstag

Einen besonderen Schatz der Ortsgeschichte hat jetzt die Freiwillige Feuerwehr Bülten „gerettet“: Sie hat eine alte Schützenscheibe von 1930 von dem Haus am Wiesenweg 24 abgenommen – kurz vor dem Verkauf des Gebäudes.

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„Retter“ im Einsatz (von links): Kim Michael Kuhn, Christoph Langner, Helmut Wöbbeking, Ortsbrandmeister Maik Leitner, Wolfgang Langner und Marcel Bortfeld.

Quelle: Ralf Büchler

Ilsede-Bülten. Etwas vergilbt sieht die alte Schützenscheibe aus – klar, sie hat ja auch knapp 80 Jahre an der frischen Luft verbracht. Um genau zu sein: an der Nordseite des Hauses am Wiesenweg 24 in Bülten. „Zum Glück ragt das Dach darüber ziemlich weit hervor. So hat die Scheibe weder viel Sonne noch Regen abbekommen“, sagt Helmut Wöbbeking, altgedientes Mitglied des BSC Bülten – er hat die Rettungsaktion initiiert und begleitet.

Wöbbeking erklärt: „Das ist so eine typische Sache: Jeden Tag läuft man an dem Ding vorbei, doch wirklich bemerken tut es niemand.“ Nun aber war der Augenblick gekommen, die Scheibe ins Trockene zu holen: „Zum einen feiert der BSC dieses Jahr seinen 100. Geburtstag, zum anderen soll das Haus verkauft werden – alles was sich dann noch in oder am Haus befindet, geht in den Besitz des Käufers über.“

Wo heute das Haus am Wiesenweg 24 steht war früher die Schmiede in Klein Bülten. „Wir nehmen an, dass der 1909 geborene Schmiedemeister Fritz Bartsch 1930 Schützenkönig war“, erklärt Wöbbeking. Seit 1930 hat der Verein – damals hieß er MTV „Frisch auf“ Klein Bülten – eine Vereinsfahne, deren Weihe 1930 stattfand, zusammen mit dem Schützenfest.

Auf die Fahnenweihe wird im Text auf der Scheibe hingewiesen, dort steht geschrieben: „Turner Fahnenweih Bülten den 22. Juni 1930“. Auf der Scheibe befestigt ist eine „Kelle“, vermutet Wöbbeking. „Mit der hat der Anzeiger die Schieß-Treffer gezeigt.“

Auch wenn es noch ältere Scheiben in Bülten gebe, „diese hat für den BSC einen bedeutenden historischen Wert und soll bei den anstehenden Jubiläumsfeiern gezeigt oder sogar durch den Ort getragen werden“, sagt Wöbbeking. Noch-Besitzerin des Hauses ist die Nichte der Frau von Fritz Bartsch. „Sie hat der Aktion ohne zu zögern zugestimmt“, freut sich Wöbbeking.

Simon Polreich

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