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SAT.1 drehte Beitrag über ALS-erkrankte Ilsederin

Ilsede SAT.1 drehte Beitrag über ALS-erkrankte Ilsederin

Groß Ilsede. Fernseh-Dreh nach PAZ-Artikel: Anfang des Monats hatte die Peiner Allgemeine Zeitung das Buch über die an Amyotropher Lateral-sklerose (ALS) erkrankte Groß Ilsederin Ulrike Westphal vorgestellt, gestern fanden nun Filmaufnahmen im Haus der 56-Jährigen statt. Die außergewöhnliche Geschichte von Ulrike Westphal soll in der Sendung „17:30 live – SAT.1 Regional-Magazin“ erzählt werden.

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Dreharbeiten in Groß Ilsede: SAT.1-Reporterin Dagmar Mannherz (von links), Kameramann Volker Schüll und Ulrike Westphal besprechen eine Szene.

Quelle: mu

„Wir sind durch den PAZ-Artikel auf Frau Westphal aufmerksam geworden, und ich war sofort fasziniert von ihr“, sagt SAT.1-Reporterin Dagmar Mannherz während der Dreharbeiten gestern Nachmittag in Groß Ilsede. Besonders beeindruckte die Journalistin der Mut, mit dem die Groß Ilsederin ihr Schicksal meistert. Denn die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) war für Ulrike Westphal „ein echter Hammer“, wie es Ehemann Dietmar Westphal während der gestrigen Dreharbeiten erklärte.

Vor 17 Jahren war die Groß Ilsederin zum Arzt gegangen, weil sie den linken Fuß manchmal nicht mehr richtig spürte. Der Doktor diagnostizierte ALS – eine tödliche Erkrankung des motorischen Nervensystems. Im Krankheitsverlauf kommt es zu einer Schädigung der Nervenzellen, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist die seltene Krankheit durch den britischen Astrophysiker Stephen Hawking. Die Beeinträchtigung von Zungen-, Mund- und Gaumenmuskulatur sowie eine sprechabhängige Atemnot führen bei ALS-Patienten zu einer fortschreitenden Sprechstörung – so auch bei der Groß Ilsederin.

„Ich finde es bewundernswert, dass Frau Westphal trotzdem ihren Lebensmut nicht verloren hat“, sagt Fernsehreporterin Mannherz. „Und genau das wollen wir in unserem Beitrag auch zeigen: Dass es sich lohnt zu kämpfen.“ Für Ulrike Westphal bedeutete dieser Kampf, die Krankheit als Herausforderung anzunehmen. Obwohl sich ihr körperlicher Zustand rapide verschlechterte und sie schließlich sogar fast ihre Stimme verlor, fing die Groß Ilsederin mit dem Schreiben an. Zuletzt war sie sogar Hauptperson in dem Buch „Mit Willen zum Leben“ der Journalistik-Studentin Sarah Weil.

Und so kreisten die ersten Einstellungen der gestrigen Dreharbeiten auch vor allem um die Bücher von und mit Ulrike Westphal. So wurde auch gezeigt, wie die Ilsederin beim Schreiben auf elektronische Hilfsmittel zurückgreift: An der Brille der 56-Jährigen ist ein Laserpointer befestigt, und mit jeder Kopfbewegung kann sie einen Impuls auf einer Buchstabentafel auslösen. „Das ist auch für uns eine filmische Herausforderung, diese besondere Art der Kommunikation darzustellen“, sagt Mannherz.

mu

  • Der Beitrag wird in der Sendung „17:30 live – SAT.1 Regional-Magazin“ laufen, ein genauer Sendetermin steht jedoch noch nicht fest.
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