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Radweg-Bau auf historischem Grund

Groß Lafferde Radweg-Bau auf historischem Grund

Groß Lafferde/Münstedt. Wer derzeit zwischen Groß Lafferde und Bettmar unterwegs ist, sieht: Der Ausbau des Radwegs entlang der B 1 ist beinahe abgeschlossen. Der Boden, auf dem derzeit Neues entsteht, hat allerdings eine lange, spannende Geschichte, weiß Ortsforscherin Ines Preikschas-Braun.

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Der Radweg-Bau entlang der B 1 von Groß Lafferde nach Bettmar ist beinahe abgeschlossen.

Quelle: Isabell Massel

Hier der dritte Teil ihres historischen Blicks auf das Wegenetz im Südkreis.

Der neue Radweg durchquert die Lange Wiese, ein ehemaliges etwa 113 Hektar großes Sumpfgebiet, und überschreitet die ehemaligen Landesgrenzen des bis 1933 bestehenden Herzogtums Braunschweig (Bettmar, Vechelde) mit dem alten Bistum Hildesheim beziehungsweise späteren Königreich Preußen (Groß Lafferde, Steinbrück, Peine).

„Am 1. März 1831 wurde die Fläche nach langjährigen Verhandlungen und mehreren Anträgen bei den zuständigen Stellen unter den anliegenden Dörfern Groß und Klein Lafferde, Münstedt, Liedingen, Bodenstedt und Bettmar aufgeteilt“, erzählt Preikschas-Braun. „Mit der Teilung wurde die zwischen den Dörfern und den zwei Staaten praktizierte gemeinschaftliche Hude- und Weidenutzung aufgehoben. Es hatte immer wieder Probleme gegeben, da im Herzogtum Braunschweig andere Weiderechte galten als im Bistum Hildesheim beziehungsweise Königreich Hannover.“

Erst nachdem Napoleon mit seinen Truppen durch das Gebiet zog und das Königreich Westphalen gründete (siehe Text unten), wurde die Straße durch die Lange Wiese - vormals ein Trampelpfad - mit Steinen befestigt. Nach der Niederlage Napoleons wurde sie zur Chaussee umgebaut und 1821/22 neu gestaltet, berichtet die Ortsforscherin. „Das Weideland gewann damit an Qualität und eine Teilung des Gebietes auf die anliegenden Dörfer brachte einen Vorteil für alle Beteiligten.“

1824 stellten die drei hannoverschen Gemeinden Groß und Klein Lafferde sowie Münstedt den Antrag auf Generalteilung der Langen Wiese. „Initiiert hatte den Antrag der damalige Posthalter und Bauermeister Franz Böttcher“, weiß Preikschas-Braun. Es folgten sieben Jahre andauernde Verhandlungen, bis am 1. März 1831 das Gebiet aufgeteilt wurde und in das Eigentum der Dörfer überging. „Dieses alles wurde in einem als Rezeß bezeichneten Vertrag festgelegt, der am 19. Juli 1832 auf dem Posthof von Groß Lafferde unterzeichnet wurde“, so die Groß Lafferderin. Nach Festlegung der Eigentumsverhältnisse konnte jeder Ort die zugewiesene Fläche gestalten, wie sie benötigt wurde.

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