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Prosit: Handgebrautes Bier für das St.-Bernward-Gemeindefest

Ilsede/Lahstedt Prosit: Handgebrautes Bier für das St.-Bernward-Gemeindefest

Steinbrück. Eine Sternstunde sei, wenn ein Bier Fremde zu Freunden mache, behauptet der Volksmund. Im Garten des Pfarrhauses St. Marien in Steinbrück trafen sich jetzt Männer aus der katholischen Kirchengemeinde, um Bier zu brauen und Freunde zu bleiben.

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Hopfen und Malz, Gott erhalt’s: Im Garten des Pfarrhauses St. Marien in Steinbrück wurde das Bier für das Gemeindefest gebraut.

Quelle: im

Um es vorweg zu nehmen: Beides ist erwartungsgemäß gelungen und wird sich demnächst auf das Gemeindefest der katholischen St.-Bernward-Gemeinde am Sonntag nach Fronleichnam auswirken.

Denn dort können sich trinkfreudige Gemeindemitglieder und deren Gäste an dem laben, was Hobby-Brauer Magnus Welzel mit den Teilnehmern seines „Bierseminars“ aus 37 Kilogramm geschrotetem Gerstenmalz, einem Liter Bierhefe, 250 Gramm Hopfen-Pellets und 180 Litern Wasser gekocht, gekühlt und gebraut hat.

Bierherstellung von Hand erlebt der ambitionierte Brau-Novize dabei als ausgewogenes Verhältnis zwischen körperlichem Ausdauertraining, geistiger Spannkraft und entspanntem Müßiggang.

Denn qualitativ hochwertiges Bier zu brauen, erhoben vor einem halben Jahrtausend Klosterbrüder zur Wissenschaft, indem sie biochemische Vorgänge erforschten und in erfrischenden Wohlgeschmack umsetzten.

Nur, wenn die unter Kennern als wohlriechend empfundene „Maische“ aus Getreide und Wasser mehrfach exakt auf unterschiedliche Temperaturen gebracht und Ruhezeiten akkurat eingehalten würden, lasse sich das überlieferte Erbe der Mönche zugunsten geschmackvoller Erfrischung umsetzen, erklärte der Seminarleiter. Pausen schienen nach den als „meditativ“ empfundenen unermüdlichen Rühr-Schichten offenbar sehr willkommen.

Den dem Brauprozess geschuldeten Müßiggang reicherte Welzel für die lernwilligen Gemeindemitglieder Fabian Sebralla sowie Dominik und Bernhard Schweda sowohl mit herzhafter Brauerverpflegung als auch mit theoretischem Fachwissen an.

Der Rühr-Einsatz für die Teilnehmer endete nach zwei Stunden, als die Maische „abgeläutert“, also mittels Sieb das Getreide, fachsprachlich „Treber“, von der „Würze“, also der Flüssigkeit, getrennt wurde.

Die Männer hatten wiederum Pause, bis die 180 Liter „Würze“ anderthalb Stunden kochten, „unedle Aromen verdampften“, der Hopfen beigefügt wurde und sich das Ganze weitere 30 Minuten „setzte“.

Mittels Kühlschläuchen kühlte das Gebräu nach dem Kochvorgang auf 15 Grad ab, Hefe wurde beigefügt und bei vorgeschriebenen Temperaturen erforderlichen „Nachgärungen“ im Keller des Pfarrhauses überlassen.

Was nach sieben Stunden Arbeit und Pausen blieb, war Vorfreude auf 90 Liter vom Fass und die gleiche Menge in Literflaschen als „St.-Bernward-Pils“. Behördlicherseits wurde die Pfarrgarten-Aktion übrigens durch das zuständige Hauptzollamt in Braunschweig genehmigt. Bier machte eben wirklich aus Fremden Freunde.

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