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Projektwoche mit ungewöhnlichem Theaterexperiment

Groß Ilsede Projektwoche mit ungewöhnlichem Theaterexperiment

Groß Ilsede. In der Projektwoche des Gymnasiums Groß Ilsede wagten sich 16 Schüler und elf Beschäftigte sowie Teilnehmer aus dem Arbeitsbereich und dem Berufsbildungsbereich der Rehatec, einem Einrichtungsteil der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, an ein Projekt, welches es so an der Schule noch nicht gegeben hatte. Die Gruppe, bestehend aus Schülern der zehnten und elften Klassen sowie seelisch oder körperlich eingeschränkten Erwachsenen der Rehatec, hatte sich für einen Theaterworkshop angemeldet, bei dem es auch darum ging, Vorurteile abzulegen.

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Die Teilnehmer an dem Theaterworkshop haben sich zum Gruppenbild aufgestellt.

Unter der Leitung und Begleitung des Darstellenden-Spiel-Lehrers und Organisators Dr. Helge Meyer vom Gymnasium und der Sozialarbeiterin sowie Organisatorin Heike Ihbe von der Rehatec wurden bei kleineren Übungen erste praktische Theatererfahrungen gesammelt. Gleich zu Beginn bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, mit verbundenen Augen einem Metronom zuzuhören und die ungewöhnlichen Sinneseindrücke in zwei Worten festzuhalten, mit denen später eine kurze Spielszene erarbeitet werden sollte. Im Verlauf der folgenden fünf Tage waren längere und kürzere Theaterstücke wie moderne Versionen einiger Märchen der Gebrüder Grimm ausgearbeitet.

„Wir Schüler sind ohne Erwartungen an dieses Projekt herangegangen. Umso erfreuter waren wir, als wir merkten, mit was für einer Freude und Begeisterung die Teilnehmer dabei waren und dass sie am liebsten gar nicht mehr in ihren Alltag zurückkehren wollten“, erzählt Nora Westphal, Schülerin der zehnten Klasse. Zwischendurch gab es auch immer wieder Theaterübungen, bei denen gelacht wurde - so konnte die von Anfang an gute zwischenmenschliche Stimmung weiter verbessert werden. Durch die Beschäftigung mit den Theaterstücken lernten sich die Teilnehmer mehr kennen und schlossen so nach und nach Freundschaft. „Beide Seiten merkten immer mehr: Es kommt nicht auf die Herkunft oder Vergangenheit an, sondern auf Persönlichkeit und den Charakter“, sagt Leena Guilbert, ebenfalls Schülerin der zehnten Klasse.

Die Beschäftigten der Rehatec hatten im Vorfeld berichtet, schon schlechte Erfahrungen bei solchen Projekten gemacht zu haben. Umso mehr freuten sie sich über den herzlichen Abschied, bei dem die Projektteilnehmer Telefonnummern austauschten und sich in den Arm nahmen. „Die Gäste hatten Vorurteile gegenüber uns, wir ihnen gegenüber. Und das Schönste an der Woche war, dass wir alle ohne diese Vorurteile nach Hause gegangen sind“, resümiert Franziska Duwe, Teilnehmerin des elften Jahrgangs. „Da es für alle das erste Projekt dieser Art war, ist der Verlauf mehr als zufriedenstellend - und die vorgeführten Stücke waren für alle ein voller Erfolg“, ergänzten Meyer und Ihbe.

rd

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