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Ortsrat möchte Bauvorschriften ändern

Ilsede-Gadenstedt Ortsrat möchte Bauvorschriften ändern

Gadenstedt. Um das Baugebiet Zitterfeld II ging es in der jüngsten Sitzung des Gadenstedter Ortsrates. Das Gremium möchte dort die Bauvorschriften im Interesse der Bauwilligen ändern und die Erschließung so schnellstmöglich vorantreiben.

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Blick auf das Baugebiet Zitterfeld II: Es soll mit einem zweiten Bauabschnitt vergrößert werden.

Quelle: jaw

Hintergrund: In Alt-Lahstedt gab es bislang die Vorschrift einer naturnahen Bebauung mit Gräben, über die das Niederschlagswasser einem Regenrückhaltebecken zugeführt wurde. Zudem mussten Bauwillige bislang eine Zisterne vorhalten und mindestens 30 Prozent des auf dem Grundstück anfallenden Regenwassers als Brauchwasser aus der Zisterne nutzen.

Damit soll nun nach dem einhelligen Votum des Ortsrates Gadenstedt Schluss sein, berichtet Ortsbürgermeister Jürgen Heuer (SPD) aus der Sitzung. Statt der offenen Gräben soll es ein sogenanntes Rigolen-System geben, ein Röhren-System, das nach oben offen ist, gleichzeitig aber die offenen Gräben überflüssig macht. Dadurch würde auch die Straßenfläche größer, und es soll neuer Parkraum entstehen. Sowohl die Neubauten als auch die bereits erschlossenen Grundstücke sollen an das neue System angeschlossen werden.

Das anfallende Regenwasser soll weiterhin im Regenrückhaltebecken gesammelt werden, allerdings muss dieses dafür vergrößert werden. „Die Gemeinde soll Gespräche führen, um Land anzukaufen“, erklärt der Ortsbürgermeister. Sollte dies nicht möglich sein, möchte der Ortsrat dafür zwei Bauplätze „opfern“. Um diese zurückzugewinnen, soll auf den bislang geplanten Großspielplatz im zweiten Bauabschnitt verzichtet und dieser stattdessen in die Nähe der Seniorenresidenz im ersten Abschnitt verlegt werden.

Für die künftigen Häuslebauer wird auch der Zisternenzwang aufgehoben. „Das hat zusätzlich Geld gekostet, und es gab immer Ärger“, sagt Heuer. Auch die Brauchwassernutzung soll wegfallen. Bei den bereits fertig gestellten Häusern im Baugebiet gelte für die Eigentümer weiterhin die vertragliche Regelung. Der Gemeinderat muss den Änderungen noch zustimmen.

Noch in diesem Jahr soll mit der Erschließung des Baugebietes begonnen werden. Damit dann Baufahrzeuge nicht über die neuen Straßen im ersten Bauabschnitt fahren müssen, soll die Gemeinde Kontakt mit den Grundstückseigentümern im Kreuzungsbereich Deckersweg/St.-Andreas-Straße aufnehmen, um diesen möglicherweise zu vergrößern.

  • Ob Gadenstedt, das sich zusammen als Region mit Adenstedt und Groß Bülten für die Dorferneuerung beworben hat, berücksichtigt wird, soll sich bis März entscheiden.

mir

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