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Ortsdurchfahrt: Anlieger haben Existenz-Ängste

Gadenstedt Ortsdurchfahrt: Anlieger haben Existenz-Ängste

Gadenstedt. Dass die Ortsdurchfahrt in Gadenstedt saniert werden muss, war allen Gadenstedtern schon lange bewusst. Allerdings hätten sich die Anlieger nicht einmal erträumen lassen, dass sie für die Erneuerung der ehemaligen B 444 teilweise mit einem hohen fünfstelligen Betrag zur Kasse gebeten werden.

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Klares „Nein!“ zur Sanierung der ehemaligen B 444 in Gadenstedt. Anlieger wollen den geplanten Bau stoppen.

Quelle: Michaela Gebauer

„Wenn das so weitergeht, droht vielen die Zwangsenteignung“, betont Roger Rienkens von der Bürgerinitiative.

Mehr als 30 Anlieger haben sich deshalb am Montag zu einem Foto-Termin für die PAZ getroffen, um sich mit verschränkten Armen klar gegen die 4,8 Millionen Euro teuren Bauarbeiten an der ehemaligen B444 zu postieren. „Es wäre ja kein Thema, wenn wir bis zu 5000 Euro zahlen müssten, dass aber ein Anlieger mit bis zu 60 000 Euro zur Kasse gebeten wird, ist einfach zu viel“, moniert Rienkens und fügt hinzu: „Wir haben Angst um unsere Existenz.“

Die Kosten berechnen sich anhand der Größe des Grundstücks - je größer, desto tiefer müssen die Anlieger in die Tasche greifen. „Und wer sich schon mal ‚Am Thie‘ war, weiß, dass die Grundstücke dort sehr groß sind“, betont Rienkens. Solche Beträge seien aber die Ausnahme, wie der Ilseder Bürgermeister Otto Heinz Fründt (SPD) betont.

Die Infos zu den Kosten haben die Gadensteder Bürger aus der vergangenen und nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung mit dem Bürgermeister sowie den Mitarbeitern des zuständigen Ingenieurbüros erhalten. Hierbei sollen viele Emotionen hochgekocht sein. „Es geht einfach um Existenz-Ängste“, betont Rienkens. „Viele Gewerbetreibende fürchten mittlerweile, dass sie ihren Laden dicht machen müssen, weil sie die anteiligen Kosten an den Bauarbeiten nicht zahlen können.“ Gisela Janßen vom Verein Grund & Haus spitzt es zu: „Und wenn nach und nach die Geschäfte schließen und Anwohner aus ihren Häusern ausziehen, leiden alle Gadenstedter darunter, weil ihr Besitz dadurch weniger Wert wird.“

Bürgermeister Fründt erkennt das Problem der Anlieger, sagt aber klipp und klar, dass es keine günstigere Lösung gebe: „Die Straßendecke einfach nur abfräsen, ist hier nicht möglich, weil die vorhandene Deckschicht zu dünn ist.“ Außerdem sehe er bislang keine Alternativen.

Allerdings seien die Pläne noch in der Entwurfsphase. „Es kann sich noch einiges ändern - bislang ist der Baubeginn für 2018 geplant. Erst dann müssen die Anlieger auch bezahlen.“ Mit Sicherheit wird es die Möglichkeit geben, die Kosten in Raten zu bezahlen. „Wir müssen uns den Einzelfall anschauen“, erklärt Fründt. „Und wir wollen ganz sicher keine Existenzen zerstören.“

mgb

  • Übrigens: In der heutigen Gadenstedter Ortsratsitzung um 18 Uhr geht es um das Thema Ortsdurchfahrt. Es soll eine Unterschriftensammlung gegen den Ausbau der Ortsdurchfahrt eingereicht werden.
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