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Orkan Kyrill schuf Raum für kreative Gartengestaltung

Ölsburg Orkan Kyrill schuf Raum für kreative Gartengestaltung

Ölsburg. Am Anfang war der Wald. Vor mehr als 40 Jahren hatten ihn Birgit Enders Eltern auf einem Teil ihres Gartens hinter dem Haus angelegt und dafür 30 Nadelbäume gepflanzt. „Das machte man damals so“, erklärt die Tochter, die seit 1961 das elterliche Grundstück bewohnt. Die restliche Scholle diente zur Eigenversorgung mit vitaminreicher Kost.

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Birgit Enders in ihrem Garten in Ölsburg.

Seit etwa zwölf Jahren aber verändern Blumen und Zierpflanzen mehr und mehr das Ambiente in Enders Garten, in dem seit 1970 auch Ehemann Werner Hand anlegt. Gemeinsam reisten die Enders mit dem Ilseder Kulturverein mehrfach zu speziellen Gartenbesichtigungen auf die britische Insel, um sich dort inspirieren zu lassen und bedauern, dass diese Reisen nicht mehr angeboten werden.

Die Entscheidung, sich von dem inzwischen hoch aufragenden Nadelwald hinter dem Einfamilienhaus zu trennen, nimmt den Enders eine spezielle meteorologische Entwicklung ab: Orkan Kyrill schafft im Januar 2007 viel Platz für neue gärtnerische Kreativität.

Wo einst dunkler Tann seine Nadeln streute und sich im kühlen Schatten unzählige Blumen tummelten, umrahmen nun sonnenverwöhnte Beete sattgrüne Rasenflächen. Eine Linde, die sich vor fünf Jahren aus einem zufällig gewachsenen Schößling entwickelte, hat sich nach einer gewagten, aber gelungenen Umpflanzaktion zu einem prächtigen Liebling der Blumenfreundin entwickelt.

Ein schmuckes Holzhäuschen mit angrenzenden Insekten-Hotels sorgt für einen Hauch weiß-blauer Folklore-Gemütlichkeit und von einem schattigen Freisitz mit Blätterdach mag man den Blick gar nicht abwenden von Enders grün-buntem Gartenglück.

Ganz hinten, wo Kyrill ein paar Nadelbäume entgangen sind, liefern sich jetzt eine „Bobby-James“-Kletterrose und eine rote Klematis in gut zehn Metern Höhe einen erbitterten Kampf um die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Besonders stolz sind die Enders auf ihre Buchsbaum-Beete, die zwar nur eine seltene, wenn auch sehr gewissenhafte Pflege brauchen. Einmal jährlich steht in sehr rückenunfreundlicher Position eine filigrane Schneideaktion an, die sich die Expertin auf fünf Tage verteilt und dafür eine besondere Wetterlage abwartet: „Keine Sonne und kein Regen“, sagt sie und erklärt, wie beleidigt die Schnittstellen sonst reagieren. Für Gartenbewässerung ist Ehemann Werner zuständig, ebenso für die Gestaltung der reichlichen Holzbauwerke.

Auf aromatisches Obst und Gemüse verzichten die beiden Gartenseligen natürlich auch nicht. Und so findet man Kohlrabi und Schlangengurken versteckt zwischen Blumen. Tomaten und Him-, Brombeeren, Erdbeeren, Johannisbeerbüsche, und Säulenapfelbäume locken zu gesundem saisonalem Naschen: da, wo vorher Wald war.

uj

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