Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Neue Grabstelle aus alten Friedhofssteinen

Klein Ilsede Neue Grabstelle aus alten Friedhofssteinen

Klein Ilsede. Kaum hat sich der neue Vikar Alexander Schreeb vorgestellt (PAZ berichtete), da wartet die Kirchengemeinde St. Urban in Klein Ilsede schon mit einer weiteren Neuigkeit auf: Vor kurzem wurde die neue Urnen-Gemeinschaftsanlage fertiggestellt. Sie ist als eine Art Sonnenuhr angelegt und zählt 36 Grabstellen. Etwa zwei Jahre hatte man daran geplant und gearbeitet.

Voriger Artikel
Free-Biker im Wilden Westen
Nächster Artikel
Bereit fürs Volksfest: Das Schießen um die Bültener Königswürden steht an

Freuen sich über die neue Urnen-Gemeinschaftsanlage (von links): Pastor Dr. Joachim Jeska, Vikar Alexander Schreeb, Gabi Scharbatke, Christoph Hempel und Uwe Thienemann.

Quelle: mu

„Damals fragten einige Gemeindemitglieder an, ob solche besonderen Grabanlagen, wie es sie bereits in Peine gab, nicht auch für Klein Ilsede infrage kommen“, erklärt Pastor Dr. Joachim Jeska die Entstehungsgeschichte der Anlage. Der Kirchenvorstand habe sich dann etliche Anlagen angeschaut - doch das richtige Vorbild war irgendwie nicht dabei. Eher zufällig kam man dann mit dem Lahstedter Christoph Hempel in Kontakt.

„Ehemalige Schüler haben mir erzählt, dass in Klein Ilsede ein Bildhauer und Steinmetz gesucht wird“, erklärt Hempel, der auch die Ilseder Trommelakademie leitet. Er bot der Kirchengemeinde seine Dienste an - und schnell wurde klar, dass er das fehlende Mosaiksteinchen für das geplante Projekt war.

„Wir haben viele tiefgründige Gespräche geführt und daraus Ideen für die Gestaltung der Anlage entwickelt“, erinnert sich Uwe Thienemann vom Kirchenvorstand. Und irgendwann kam dann die zündende Idee: Die Urnen-Gemeinschaftsanlage sollte als eine Art Sonnenuhr gestaltet werden. „Das ist ein starkes Symbol, des Zusammenhangs von Zeit, Tod und Vergänglichkeit“, erläutert Pastor Jeska.

Nach den Planungen machten sich Hempel und Thienemann ans Werk. Ein halbes Jahr werkelten sie - „und dabei habe ich viel gelernt“, betont Thienemann. „Etwa, dass jeder Stein quasi ein Individuum ist und sich nicht an jeder Stelle einfach so bearbeiten lässt.“ Die Steine sind übrigens nicht ganz gewöhnliche Steine, sondern wurden bei der Erneuerung des Kirchwegs gefunden. „Dort war ja früher der alte Friedhof“, sagt Jeska. „Diese historischen Friedhofssteine haben jetzt also nach langer langer Zeit einen neuen Platz auf der Urnen-Gemeinschaftsanlage gefunden. Das ist auch eine schöne Symbolik.“

Und was halten die Klein Ilseder von der ungewöhnlichen Anlage? „Wir haben bisher sehr viele positive Reaktionen bekommen“, erzählt Pastor Jeska. Dabei sieht die Anlage noch etwas karg aus. Wo jetzt noch Erde zu sehen ist, sollen später grüne Pflanzen den Boden bedecken. Als ein Zeichen des Lebens.

mu

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung