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Monika Berkhan: „Gläsernes Rathaus“

Interview Monika Berkhan: „Gläsernes Rathaus“

Ilsede. Die einzige Frau im Rennen um das Bürgermeister-Amt in der neuen Gemeinde Ilsede ist derzeit Monika Berkhan (Grüne). Vom Grünen-Ortsverband Fuhsetal wurde sie einstimmig als Kandidatin nominiert. Die PAZ sprach mit ihr über Frauen in der Politik, Bürgerbeteiligung und das „Gläserne Rathaus“.

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Möchte Bürgermeisterin in Ilsede werden: Monika Berkhan.

Quelle: A

Frau Berkhan, Sie sind - bislang - die einzige Frau, die in Ilsede zur Bürgermeisterwahl antreten will. Warum braucht Ilsede eine Bürgermeisterin?

Die neue Gemeinde Ilsede muss zum einen als kommunale Einheit agieren, ohne dass die Ortschaften ihr eigenes Profil verlieren. Hierfür sind hohe Integrationsleistungen erforderlich, von einer Verwaltungsspitze, die viel Wert auf Kommunikation legt. Fähigkeiten, die ich auch in meiner jetzigen Tätigkeit als Projektleiterin immer wieder einsetze, genauso wie meine Managementkompetenzen wie Entscheidungs- und Organisationsfähigkeit. Nun - ja, ich bin eine Frau. Ich habe die aktuellen Zahlen der neuen Gemeinde Ilsede nicht parat, aber ich gehe davon aus, dass der Anteil der weiblichen Bevölkerung auch hier bei circa 50 Prozent liegt - also warum keine Frau als Bürgermeisterin. Vermutlich verbringen die Frauen sogar viel mehr Zeit in der Gemeinde als die Männer. Und ich verspreche mir davon, dass ich Impulse setzen kann, die noch mehr Frauen ermutigen, sich politisch einzumischen.

Was sind Ihre Wahlkampf-Themen?

Ein stabiler Haushalt ist ein Kernstück der kommunalen Handlungsfähigkeit. Die neue Gemeinde steht da vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Ich finde es wichtig, dass es bei der Festlegung, wo gespart wird beziehungsweise wohin Gelder fließen sollen, eine möglichst große Beteiligung der Bürger gibt. Dafür muss natürlich Transparenz geschaffen werden. Das heißt beispielsweise, dass es zu der verwaltungstechnisch korrekten Version des Haushaltes eine für den Bürger lesbare Zusammenfassung geben muss, aus der erkennbar ist, welche Handlungsspielräume da sind beziehungsweise genutzt wurden.

Bürgernähe ist für mich ein wichtiger Punkt: Politik soll für die Bürger künftig durchschaubar sein. Der Start soll ein Maßnahmenplan für das „Gläserne Rathaus“ sein.

Die politischen Schwerpunkte werden durch den Gemeinderat bestimmt, trotzdem will ich einige Handlungsfelder benennen, die mir am Herzen liegen.

Der Schulstandort Ilsede muss mit den Regelschulen erhalten bleiben und die Attraktivität der Schulen verbessert werden.

Der Ausbau von qualitativ guten Angeboten für eine Ganztagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen ist Zukunftssicherheit für die jungen Menschen und für die Gemeinde. Jugendpflege muss in Jugendförderung umgewandelt werden.

Kommunale Wirtschaftsförderung ist unabdingbar für die Stärkung des Standortes und den Erhalt einer hochwertigen Infrastruktur. Sie sichert den Zusammenhalt und die Lebensqualität in der Gemeinde. Dazu gehören auch lebendige Ortszentren.

Sie kandidieren neben Otto-Heinz Fründt als zweite aus der Gemeinde Hohenhameln. Warum wollen Sie in Ilsede Bürgermeisterin werden?

Ilsede ist durch die Fusion in einer besonderen Situation. Mit den ersten beiden Antworten habe ich skizziert, was ich leisten kann und erreichen möchte. Ich engagiere mich schon lange ehrenamtlich in kommunaler Politik sowohl in meiner Gemeinde als auch im Landkreis und in Arbeitsgruppen auf Landesebene. Ich nehmen gerne Herausforderungen an, die mir erlauben, nachhaltig etwas für das Gemeinwohl zu tun. Und wenn das dann als Bürgermeisterin mein Beruf ist - um so besser.

Sollten Sie Bürgermeisterin werden, bleiben Sie im Hohenhamelner Gemeinderat aktiv?

Wir sind im Gemeinderat Hohenhameln eine kleine grüne Fraktion. Ich habe für diese Wahlperiode keine Nachrückerin. Die Gemeinderatsarbeit leiste ich auch jetzt ehrenamtlich in meiner Freizeit. So werde ich das auch nach meiner Wahl zur Bürgermeisterin von Ilsede für die laufende Ratsperiode tun. mir

Zur Person: Monika Berkhan ist 58 Jahre alt und lebt in der Ortschaft Bründeln in der Gemeinde Hohenhameln, dem „wirklich letzten Ort im Landkreis Peine zur Grenze des Landkreises Hildesheim“. Nach dem Abitur absolvierte sie eine ingenieurtechnische Ausbildung im Bereich Elektroenergie und schloss ein Studium zur Diplom-Informatikerin an. Sie arbeitet als Projektleiterin für IT-Projekte. Monika Berkhan ist verheiratet, hat drei erwachsene Töchter und vier Enkelkinder, mit denen sie in ihrer Freizeit gern etwas unternimmt. Daneben kocht die Bründelnerin gerne in großen Töpfen, entspannt bei der Gartenarbeit – oder einem Glas Rotwein im Gartenstuhl. Zusammen mit ihrem Mann unternimmt sie gerne Trekkingreisen – die letzten Reisen gingen nach Laos und Guyana. Sie geht regelmäßig ins Theater und liebt Musik, besonders Klassik und Jazz.

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