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Mönchsführung und mechanische Musikinstrumente

Ilsede Mönchsführung und mechanische Musikinstrumente

Bülten. Einen besonderen Ausflug hat vor Kurzem der Bültener Männerkreis unternommen - und der führte zunächst ins Mittelalter: Der Mönch Bruder Wilfried (im richtigen Leben Stadtarchivar Wilfried Kraus) begrüßte alle Teilnehmer am Kirchenportal des Kaiserdoms Lothars III. In historischer Benediktinerkutte schilderte er zunächst den Bau der Kirche und das Mönchsleben aus Sicht der Menschen des 12. Jahrhunderts.

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Der Männerkreis Bülten hat vor Kurzem einen Ausflug unternommen.

Besonders beeindruckt waren die Männer von den Skulpturen und Verzierungen der italienischen Steinmetze, die Kaiser Lothar zum Kirchenbau herangezogen hatte, und wie sorgfältig sie den Muschelkalkstein aus dem Elm in großen Blöcken bearbeitet hatten. Höhepunkte waren besonders die Löwen des Löwenportals, die jeweils unterschiedlichen Ornamente der Säulen des Kreuzgangs und das Jagdrelief an der Außenfassade der Apsis.

Bruder Wilfried ließ für den Männerkreis zudem auch das Alltagsleben der Mönche lebendig werden: die acht Gebetszeiten, beginnend um 2 Uhr nachts mit dem Singen der gregorianischen Gesänge und das Prinzip „Bete und arbeite“, das von jedem Mönch verlangte einen Beruf auszuüben, vom Unterrichten über Krankenpflege bis hin zur Pflege des Weinbergs oder zur Arbeit im Stall. Im zweiten Teil der Führung erzählte Bruder Wilfried von der neuzeitlichen Baugeschichte des Doms: nach der Reformation wurde die Kirche gelb ausgemalt. Um 1850 wurde dann versucht, den Bilderreichtum wieder herzustellen. Im Sinn des Historismus wurden dann Wände und Decke des Domes mit Bildern versehen, so wie sich das 19. Jahrhundert das Mittelalter vorstellte. Die bunten Glasfenster entstanden ebenfalls in dieser Zeit.

Nach der Mittagspause stand die Führung durch das Museum mechanischer Musikinstrumente auf dem Programm: ein echter Kontrast zum mittelalterlichen Vormittag. Lebendig wurde den Männern die 250-jährige Geschichte dieser Instrumente vorgestellt, von einer streichholzgroßen Spieluhr bis zu riesigen Orchestrien und einer großen Karussellorgel. Alles wurde nicht nur gezeigt und erklärt, sondern auch in Gang gesetzt. Besonders der mechanisch spielende Flügel und die Orchestrien, die ein ganzes Orchester ersetzen können, zogen alle in den Bann. Bei diesem geführten Rundgang wurden den Bültener Männern viele unterschiedliche Klangerlebnisse vermittelt.

Im Domhof-Café ließ der Männerkreis seinen Ausflug ausklingen. Alle blickten auf einen abwechslungsreichen Tag mit vielen interessanten Eindrücken zurück.

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