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Mini-Museum zeigt 200 Jahre Industriegeschichte

Ilsede Mini-Museum zeigt 200 Jahre Industriegeschichte

Ilsede. Das „kleinste Museum der Welt“ hat gestern vor dem Ilseder Rathaus Station gemacht. Auf engstem Raum fanden in einem umgebauten Bauwagen zwei Jahrhunderte Industriegeschichte Platz.

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V.l.: Heinz-Dieter Behme, Edmund Wiebach, Manfred Nothnagel (Gemeinde Ilsede), Wolfram Gnädig, Heinz Salbach und Ilse Schulz.

Quelle: mir

Das „Gehirn aus Stahl“, eine Rechenmaschine der Firma Brunsviga, steht in einer der Vitrinen, gegenüber eine rostige Konservendose der Braunschweiger Feinkostfabrik Hübner & Portik, und dann ist da noch ein Modell des Büssing-Busses, der die Strecke Wendeburg-Braunschweig fuhr. Viele interessante Exponate sowie die geschichtlichen Hintergründe dazu, anschaulich auf großen Schautafeln dargestellt, verbergen sich in dem rollenden Museum. Nachgezeichnet wird die Industriegeschichte der Region in Zehn-Jahresschritten.

„Die meisten der hier beschriebenen Firmen existieren heute nicht mehr“, erzählt Edmund Wiebach vom Kreativclub IG Metall. So etwa das Braunschweiger Fotoindustrie-Unternehmen Voigtländer und der Bus- und Lastkraftwagen-Hersteller Büssing, der während der Weltkriege Militärfahrzeuge produzierte.

Zu sehen ist auch Braunschweigisches Notgeld - 25 und 50 Pfennig-Scheine. „Für ein Brot musste man einen ganzen Packen Geld hinlegen“, weiß Heinz Salbach vom Verein AntiRost. Ein weiteres Exponat ist eine Granate, die zur Milchkanne umfunktioniert wurde.

Auch das Ende der Bergbautradition im Peiner Raum 1977 wird aufgegriffen. Von den 23 000 Arbeitsplätzen der Branche seien 10 000 verloren gegangen. Ein Drittel aller Familien in Peine seien vom Stahl abhängig gewesen, ist in der Schau zu erfahren.

Vor etwa zehn Jahren wurde das rollende Museum umgesetzt, seitdem befindet es sich in der Obhut des Vereins AntiRost Braunschweig, einem Zusammenschluss ehemaliger Industriearbeiter. Initiatoren des Projektes waren der Braunschweiger Professor Gerd Biegel sowie der damalige DGB-Chef für Südostniedersachsen, Gundolf Algermissen. Auch Ilsedes Wirtschaftsförderer Wolfram Gnädig und seine Frau Elke Langer haben daran mitgewirkt: Sie konstruierten das Interieur und zeichneten für Layout und Gestaltung verantwortlich.

Als ein Stück „gelebte Geschichte, die ins Bewusstsein gerückt wird“, bezeichnete Groß Ilsedes Ortsbürgermeisterin Ilse Schulz die Ausstellung. Auch Besucher Heinz-Dieter Behme zeigte sich beeindruckt vom rollenden Museum: „Es ist sehr aufschlussreich und authentisch."

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