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Michael Baum möchte Bürgermeister werden

Ilsede Michael Baum möchte Bürgermeister werden

Ilsede. Michael Baum, vormals SPD-Bewerber für die Ilseder Bürgermeister-Wahl, tritt am 12. April nun als unabhängiger Einzelkandidat an. Im PAZ-Interview spricht der Oberger über das Zerwürfnis mit der SPD, den Reiz des Bürgermeister-Amts und seine Mitbewerber.

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Möchte Bürgermeister der Gemeinde Ilsede werden: Michael Baum.

Quelle: A

Herr Baum, Sie waren ursprünglich einer der SPD-Bewerber für die Bürgermeister-Kandidatur, inzwischen sind sie aus der SPD ausgetreten und kandidieren nun als parteiunabhängiger Einzelbewerber. Wie konnte es zu diesem Zerwürfnis kommen?

Ich wäre sehr gern als SPD-Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt gegangen. Zumal ich mich viele Jahre besonders mit den kommunalpolitischen Zielen der SPD identifiziert und diese teilweise mit entwickelt habe. Andererseits interessiere ich mich unabhängig von einem Parteibuch für das Amt. Dass es die parteiinterne Empfehlung zugunsten eines Mitbewerbers gab, habe ich akzeptiert. Der Umgang mit und das Verhalten gegenüber meiner Person und meiner Bewerbung einiger mir durchaus nahestehender Genossinnen und Genossen während des internen Bewerbungsverfahrens waren enttäuschend und der ausschlaggebende Grund, die SPD zu verlassen.Dass ich mich nun zu einer unabhängigen Kandidatur entschlossen habe, ist dem Zuspruch in der Bevölkerung geschuldet.

Was reizt Sie am Bürgermeister-Amt?

Mit der Gründung der neuen Gemeinde beginnt gewissermaßen eine neue Zeitrechnung. Ihr will ich mich mit Engagement und Aufbruchsstimmung widmen. Ein „weiter so wie bisher“ wird es mit mir nicht geben. Den Gestaltungsspielraum nutzen, um die neue Gemeinde Ilsede zukunftsorientiert aufzustellen, ist eine tolle Aufgabe, der ich mich gern stellen würde. Es handelt sich um meine Heimatgemeinde, in der ich aufgewachsen bin. Die unterschiedlichen Aufgaben und die Herausforderungen meistern zu müssen, als eine Art Mittler zwischen Verwaltung, Rat und Betroffenen, ist dabei besonders reizvoll. Darüber hinaus will ich der neuen Gemeinde das Gewicht verleihen, das ihr meines Erachtens in der kommunalen Familie innerhalb des Landkreises und darüber hinaus zusteht.

Was unterscheidet Sie von den anderen Kandidaten?

Zum einen trete ich nicht nur mit der Perspektive von einer Wahlperiode an, wie die meisten der Mitbewerber. Mein Ziel ist es, mich mit den Ergebnissen meiner Arbeit aus den kommenden Jahren auch einer Wiederwahl zu stellen. Ein weiterer Punkt ist, dass ich tatsächlich als unabhängiger Kandidat antrete: Ich bin keiner Partei oder Unterstützergruppe im Nachhinein verpflichtet. Sollte ich gewählt werden, bin ich also nur den Wählern verpflichtet. Ich strebe eine vertrauensvolle und offene Kommunikation mit allen Partnern an, also mit den Kollegen in der Verwaltung, mit allen Ratsmitgliedern, Vereinen, Institutionen, Unternehmen und natürlich den Bürgern. Hierzu will ich meine soziale Kompetenz nutzen, die ich durch meine berufliche Tätigkeit im Umgang mit häufig kranken und hilfebedürftigen Menschen oder auch durch Repräsentationsaufgaben erlangt habe. Darüber hinaus stehe ich für die Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand und damit auch für den Verbleib der gemeindeeigenen Abwasserversorgung im Gemeindeeigentum. Auch will ich mich für den möglichst langfristigen Erhalt der bisherigen Grundschulstandorte einsetzen. Dies sind sicherlich Unterschiede zu anderen Kandidatenprogrammen. Mein Ziel: ein sozial gerechtes, familien- und seniorenfreundliches und zukunftsorientiertes Ilsede. Diese ausdrückliche Zielorientierung fehlt mir bei einigen Mitbewerbern.

Sollten Sie Bürgermeister in Ilsede werden, welches Thema gehen Sie als erstes an?

Als Mitglied des Interims-Rates der Gemeinde weiß ich um die Aufgaben, die vor uns liegen. Diese zu gewichten wird den einzelnen Aufgaben meines Erachtens nicht wirklich gerecht. So möchte ich beispielsweise Bürgernähe, Dienstleistungsorientierung und Effizienz der Verwaltung stärken und weiter ausbauen, das Image der Gemeinde verbessern, das Schulzentrum sichern und stärken, die Abwasserproblematik im Bereich der ehemaligen Gemeinde Lahstedt ist in den Griff bekommen, die Wirtschaftsförderung forcieren, Familien-, Senioren- und Schulprojekte umsetzen sowie die Finanzen dabei im Blick behalten. Allerdings gibt die Einhaltung des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Peine uns bei allen Aufgaben den Rahmen vor.

Interview: Mirja Polreich

Info - Kandidat Michael Baum:

Michael Baum, Jahrgang 1971, ist gelernter Sozialversicherungsfachangestellter für gesetzliche Krankenkassen und hat sich durch ein Fachschulstudium zum Krankenkassenbetriebswirt weiterqualifiziert. Seit über 27 Jahren arbeitet er bei gesetzlichen Krankenkassen, davon inzwischen mehr als 17 Jahre für eine Betriebskrankenkasse in Hannover. Derzeit ist er Abteilungsleiter für den Vertrieb. Sein Hauptwohnsitz und sozialer wie familiärer Lebensmittelpunkt ist in Oberg, eine Wohnung hat er allerdings auch in Klein Ilsede. Seine Partnerin kommt ebenfalls aus Oberg. In seiner Freizeit beschäftigt sich Baum intensiv mit der Kommunalpolitik der Gemeinde Ilsede und als Kreistagsabgeordneter auch mit der Kreispolitik. Daneben gehört er dem Vorstand der Oberger Volksfestgemeinschaft an und – soweit möglich – reist er gern oder liest „auch mal ein Buch“.

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