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Magische Augen, elektrische Helfer und süßer Service

Ilsede Magische Augen, elektrische Helfer und süßer Service

Groß Ilsede. Zurück in die 1950er-Jahre brachte Fritz Lutz die Besucher des Meisterhauses, bei der Ausstellung „Das magische Auge“.

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„Das magische Auge“ im Ilseder Meisterhaus: Die Soroptimistinnen waren auch mit dabei.

Quelle: ISABELL MASSEL

Als Papa mit der Zündapp zur Arbeit knatterte, Mama die Vorzüge des elektrischen Staubsaugers genießend durch die Wohnung sauste und es zur Mittagszeit aus diversen Töpfen nach Essen duftete: das waren die 1950er Jahre, geprägt durch die Produkte, die diese Wirtschaftswunder-Dekade hervorbrachte. Wie unvergesslich und wertvoll diese Epoche auch heute noch vielen Menschen ist, zeigte das Interesse an der Ausstellung des Ilseder Allround-Künstlers Fritz Lutz im Meisterhaus auf dem Ilseder Hüttengelände. Unterstützt von den Frauen des Peiner Clubs „Soroptimist International“ hatte er zusammengetragen, was untrennbar mit damals verbunden ist und um was sich in goldenen Reminiszenzen schwelgende Besucher drängelten.

Vor den behagliche Wohnzimmergemütlichkeit ausstrahlenden Senderskalen und freundlichen „magischen Augen“ der damaligen Radios, den „Musiktruhen“, die außer einem, nach einhelliger Besuchermeinung „nie wieder erreichten Klang-Genuss durch Röhrentechnik“ boten, sondern aus deren integriertem Bar-Fach sich durstige Partylöwen bedienten.

Und selbst das Radioprogramm-Angebot der frühen 50er blieb im Meisterhaus kein Geheimnis und konnte ausliegenden historischen „Hör-Zu“-Illustrierten entnommen werden. Wie einst eine noch heute präsente Modekette die Nachkriegs-Deutschen einst textil ausstattete, präsentieren diverse Werbebanner vor denen um Aufmerksamkeit heischt, was der technische Fortschritt für die weltoffene Hausfrau bereit hielt: Staubsauger, Toaster, Ventilatoren und andere elektrische Helferlein.

Den süßen Verpflegungs-Service der Besucher übernahmen 15 unübersehbare Damen in unübersehbar leuchtend gelben Schürzen des Soroptimist-Club Peine, die manchen Besucher an die - damals weitaus weniger farbenprächtige - häusliche Dienstkleidung von Mutter oder Großmutter erinnerte.

Der Service-Club wird den Reinerlös der Ausstellung „garantiert ungeschmälert“ einerseits dem von „Soroptimist-International“ unterstützen afghanischen „Chake-e-Wardak-Hospital“ zu Gute kommen zu lassen. Deren Gründerin, Karla Schefter, werde am 14. November um 19 Uhr im Gildesaal des Schützenhauses anlässlich eines Deutschlandbesuches nicht nur einen bewegenden Bildvortrag halten, sondern auch gerne für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen, sagt Jutta Alles, Peiner Vizepräsidentin von Soroptimist Peine. Ein weiterer Teil des Ausstellungserlöses werde direkt der Förderschule Ilseder Hütte zukommen.

uj

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