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Letzter Rettungsversuch für Kugelwasserturm

Ilsede Letzter Rettungsversuch für Kugelwasserturm

Ilsede. Einsam steht er auf dem Hochofenplateau des Hüttengeländes, als Zeuge einer vergangenen Ära: Der alte, rostige Kugelwasserturm. Seine Zukunft sieht nicht rosig aus.

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Der Kugelwasserturm.

Quelle: A

Nachdem Hannover die Übergabe des Turms an die Stiftung „Industriekultur“ ausgeschlossen hat und er auf Verfügung des Landkreises abgesperrt wurde, droht der Abriss.

„Die Situation ist verfahren“, sagt Gerhard Monitzkewitz von den „Freunden des Kugelwasserturms“. Er und seine etwa 30 Mitstreiter stehen kurz vor der Kapitulation. Doch eine Kraftanstrengung wollen sie noch unternehmen. Und dazu brauchen Sie die Bevölkerung.

„Wir wollen jetzt wissen, wer den Turm retten will und bereit ist, dafür bis zum 21. November ein wenig Geld zu spenden“, sagt der Ölsburger. Die Idee: Wenn etwa 3000 Bürger jeweils 10 Euro spenden, hätte man genug Geld, um ein qualifiziertes Standsicherheitsgutachten in Auftrag zu geben, in dem auch der Sanierungsbedarf geklärt wird. „Sollten wir das Geld - Zielmarke sind etwa 25 000 Euro - auf diesem Weg zusammenbekommen, wollen wir eine GmbH gründen, die der Gemeinde den Turm abnimmt“, erklärt Monitzkewitz. „Wenn nicht, geben wir auf.“ Um die Endgültigkeit dieser Aktion zu unterstreichen, haben die Turmfreunde eine Art Traueranzeige entworfen (siehe oben).

Die finanzielle Belastung der künftigen Fusionsgemeinde Ilsede wollen die Turmfreunde durch eine „Sicherung“ zudem ausschließen: „Ilsede und Lahstedt haben 69 000 Euro für den Abriss zurückgelegt. Dieses Geld bleibt unangetastet, könnte auf ein Treuhandkonto gezahlt werden. So kann man den Turm immer noch abreißen - sollte die Sanierung wider erwarten nicht funktionieren.“

Eine gelungene Spendenaktion würde den Startschuss für die Sanierung des Turms durch die GmbH markieren - sofern Gemeinde und Landkreis zustimmen. „Wir wollen in den nächsten zehn Jahren ohne Gemeindegeld dann jährlich 100 000 Euro in den Turm investieren - etwa den Treppenaufgang austauschen oder die Glocke auf dem Kugeldach erneuern“, erklärt Monitzkewitz. „Wir wissen aus Gesprächen mit Experten für Fördertöpfe: Es ist realistisch, Geld in dieser Höhe anzuwerben.“ Auch die zahlreich eingeworbenen Gelder für die Umformerstation seien beispielhaft.

Die Tragfähigkeit des Turms sehen die Turmfreunde trotz des stellenweise rostigen Äußeren gegeben. Mit einem Gutachten und nach ersten Arbeiten, sei der Turm in der Lage, zehn Jahre nach und nach saniert zu werden, das habe den Turmfreunden auch der Ingenieur und ehemalige TU-Braunschweig-Mitarbeiter Dr. Siegfried Droese bestätigt. Das Haupttragwerk sei so wenig geschädigt, dass die Tragfähigkeit „für den Zustand mit leerem Behälter völlig ausreicht“, so Droese in einem Statement.

Die Turmfreunde halten die Rettung also für durchaus möglich - aber eben nur, wenn die Bürger mitziehen. Wenn nicht, steht der Kugelwasserturm am Ende wirklich einsam da.

Spenden an: Kreissparkasse Peine, IBAN: DE82252500010018600072 oder Volksbank Peine eG, IBAN: DE96252600101123142400 , Stichwort: Kugelwasserturm. Das komplette Statement von Dr. Siegfried Dröse finden Sie unter www.kugelwasserturm.jimdo.com.

sip

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