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Landrat und Bürgermeister begrüßendie Fusion von Ilsede und Lahstedt

Ilsede/Lahstedt Landrat und Bürgermeister begrüßendie Fusion von Ilsede und Lahstedt

Ilsede/Lahstedt. Die am Donnerstagabend auf den Weg gebrachte Fusion zwischen Ilsede und Lahstedt wurde von den Ratspolitikern mehrfach als „historisches Ereignis“ bezeichnet. Die PAZ fragte beim Landrat und den übrigen Bürgermeistern im Landkreis nach, was sie von dem Zusammenschluss halten.

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„Ich begrüße die Entscheidung der beiden Gemeinden“, sagte Landrat Franz Einhaus (SPD) . „Ilsede und Lahstedt stehen vor großen finanziellen Herausforderungen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass die Fusion eine richtige Entscheidung war, um für die Bürger auch künftig ein gutes Dienstleistungsangebot vorhalten zu können.“ Mit rund 20 000 Einwohnern habe die neue Gemeinde eine kraftvollere Ausgangslage, um sich auf die demografische Entwicklung einstellen zu können.

Auch Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) begrüßte die Fusions-Entscheidung. „Das ist ein großer Schritt nach vorne, auch wenn die neue Kommune noch jahrelang einem harten finanziellen Konsolidierungsprozess ausgesetzt ist“, erklärt Kessler. Es sei erfreulich, dass viele frühere Fusions-Gegner über ihren Schatten gesprungen seien. „Der Schritt zeigt zudem, dass die Strukturen im Landkreis Peine sich weiterhin positiv entwickeln, denn wir haben keine kleinen Kommunen mehr. Ilsede wird nach Peine die größte Gemeinde im Landkreis Peine sein“, sagte der Bürgermeister und fügte mit Blick auf den möglichen Kreisfusionspartner an: „Dies steht im erfreulichen Gegensatz zu der kommunalen Struktur im Landkreis Hildesheim, in dem viele kleine Kommunen diesen schwierigen Fusionsprozess noch vor sich haben.“

Auch die weiteren direkten Nachbarn der neuen Gemeinde zeigten sich erfreut über den geplanten Zusammenschluss. „Die beiden Gemeinden haben interkommunal schon so eng zusammengearbeitet, da hat sich so eine Fusion einfach angeboten“, sagte Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD) . Und obwohl die nun in Ilsede entstehende Größe von 20 000 Einwohnern auch von Experten als äußerst leistungsfähig bezeichnet wird - einen Fusionsdruck gebe es für die restlichen Gemeinden des Landkreises jetzt nicht. „Kommt es mittelfristig doch zu solchen Überlegungen, würde Lengede wohl auch eher in die andere Richtung gucken“, sagte Baas - und meinte damit auch den östlichen Nachbarn Vechelde.

Doch der dortige Verwaltungs-Chef Hartmut Marotz (SPD) wies jegliche Fusions-Spekulationen „seiner“ Gemeinde weit von sich, beglückwünschte die Gemeinden Ilsede und Lahstedt aber ausdrücklich zur „ihrer“ Fusionsentscheidung. „Damit wird meiner Meinung nach ein Fehler der alten Gebietsreform endlich behoben“, erläuterte Marotz. Nun seien alle Gemeinden im Landkreis Peine gut aufgestellt.

Vom westlichen Nachbarn gab es ebenfalls Glückwünsche. „Ich freue mich, dass nach langen Verhandlungen nun ein positives Ergebnis steht“, sagte Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) . Der neue große Nachbar versetze Hohenhameln aber durchaus in einen gewissen Handlungsdruck. „Wir müssen sicherlich mittelfristig schauen, was wir machen“, erklärte Erwig. Entscheidend seien dabei jedoch vor allem auch die weiteren Entwicklungen auf Kreisebene.

Auch hoch im Norden ist man erfreut über den Zusammenschluss. „Eine Hochzeitsprämie von zwölf Millionen Euro kann man einfach nicht liegenlassen“, sagte Edemissens Bürgermeister Frank Bertram (parteilos) . „Ich hoffe, dass der Bürger von dieser Fusion profitieren wird.“ Selbst unter Fusionsdruck komme man jetzt jedoch nicht. „Wir sind auch alleine stark genug, um sogar noch Aufgaben, etwa vom Landkreis, zu übernehmen, da brauchen wir nicht fusionieren.“

Ebenfalls Glückwünsche sprach der Wendeburger Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) aus. „Beide haben in Abwägung der finanziellen Aspekte und der Emotionen die richtige Entscheidung getroffen“, so Albrecht. Er betonte dabei, dass bei einer Kreisfusion keine finanzielle Schuldenhilfe des Landes angeboten werde, weshalb in diesem Fall die emotionale Verbundenheit mit Braunschweiger Region überwiege.

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