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Landrat bestellt Ilsede und Lahstedt zum Gespräch ein

Ilsede Landrat bestellt Ilsede und Lahstedt zum Gespräch ein

Ilsede/Lahstedt. Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes ist heute Morgen samt den Fraktionsspitzen zu einem Gespräch bei Landrat Franz Einhaus einbestellt. Zu den möglichen Inhalten wollte sich die Kreisverwaltung im Vorfeld nicht äußern - wahrscheinlich geht es um den noch immer nicht genehmigten Haushalt der Gemeinde. Lahstedt hat die Rapport-Runde bereits hinter sich. Ein Thema dabei war die geplante gemeinsame Energieversorgung mehrerer Gemeinden. Auch eine Fusion mit Ilsede wurde dabei nocheinmal angesprochen.

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Die Haushalte der Gemeinde waren Thema.

Quelle: A

Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) sieht dem Gespräch gelassen entgegen. So liege das Genehmigungsverfahren für den Haushalt noch absolut im Zeitrahmen - auch vor einem möglichen Drängen der Kreisverwaltung auf noch mehr Einsparungen ist ihm nicht bange. „Unser Haushalt ist fast komplett auskonsolidiert“, unterstreicht der Verwaltungs-Chef.

Oppositions-Finanzexperte Andreas Leinz sieht dem Gespräch nicht so gelassen entgegen - verwundert ist er darüber jedoch nicht. „Wir haben dem Haushalt im März aus gutem Grund nicht zugestimmt“, erklärt der Christdemokrat. Schon damals habe die CDU dringende Nachbesserungen gefordert, wie etwa Einsparungen im Verwaltungsbereich bei den Sach- und Personalaufwendungen oder bei den freiwilligen Leistungen.

Ein Strohhalm für die hoch verschuldeten Ilseder war lange Zeit die Fusion mit Lahstedt. Nach einer monatelangen Hängepartie setzt der Nachbar nun jedoch auf die Eigenentschuldung - ein Zusammenschluss ist in weite Ferne gerückt. Allerdings waren vor Kurzem auch die Lahstedter zum Rapport beim Landrat einbestellt. Und das Thema Fusion mit Ilsede wurde durchaus angesprochen, heißt es aus der Lahstedter Politik. „Wir haben jedoch auch nach dem Gespräch keinerlei Intention, mit Ilsede Zusammenzugehen“, sagt Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm und verweist auf den laufenden Antrag auf Eigenentschuldung ohne Fusion.

Auch die Finanzierung der geplanten Gemeindewerke zur Stromversorgung im Peiner Land, die von fünf Kreisgemeinden organisiert wird (PAZ berichtete) habe der Landrat angesprochen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Klaus Grimm bezieht dazu Stellung: „Wir sehen die Finanzierung einer Rücklage zur Gründung der Gemeindewerke nicht als problematisch an, können das leisten“, so der Bürgermeister. Er gehe deshalb davon aus, dass der Lahstedter Haushalt in absehbarer Zeit vom Kreis genehmigt werde, zumindest habe dieser keine konkreten Forderungen an die Gemeinde gestellt.

mu/sip

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