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Kulturverein Ilsede: Matinee zum 150. Geburtstag von Ricarda Huch

Ilsede Kulturverein Ilsede: Matinee zum 150. Geburtstag von Ricarda Huch

Bülten. Zu Ehren der bekannten Schriftstellerin und Historikerin Ricarda Huch, die vor 150 Jahren in Braunschweig geboren wurde, veranstaltet der Kulturverein Ilsede am kommenden Sonntag, 18. Mai, ab 11 Uhr eine Matinee in der Kapelle Bülten. „Ruhm und Anerkennung fand Ricarda Huch eigentlich erst bei den Lesern der Nachkriegszeit“, erläutert Ernst Matthaei, der aus gegebenem zeitlichen wie regi­onalen Anlass die Würdigung vornehmen wird.

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Die Matinee findet in der Bültener Kapelle statt.

Quelle: Archiv

„Zu ihrer Zeit konnten Frauen noch nicht in Deutschland studieren, also ging sie in die Schweiz, um sich der historischen Wissenschaft zu widmen und als eine der ersten Frauen zu promovieren. Ihre späteren Wohnsitze waren Triest, Wien, München und Jena“, erklärt Matthaei. In der braunschweigischen bürgerlichen Gesellschaft hatte sie durch die Liebe zu ihrem Schwager und Vetter Richard Huch einen Skandal ausgelöst, aber ihre Flucht in die Schweiz konnte ihren Liebesschmerz nicht stillen.

Nach verschie­denen Liebesstürmen heiratete sie den italienischen Zahnarzt Dr. Ceconi, doch die Ehe hielt nicht lange. Man zog gemeinsam nach Triest, das damals zu Österreich gehörte. Die Schweizer und Triester Zeit schlug sich in ihren literarischen Werken nieder. Besonderen Rang aber nehmen auch ihre historischen Schriften ein. Da arbeitete sie vor allem an geschichtlichen Persönlichkeitsbildern wie Wallenstein, Garibaldi und Bakunin.

„Egal ob in der Belletristik oder in den Geschichtswerken - ihre Sympathie gehörte stets den Freiheitsliebenden“, sagt Matthaei. „In der Nazizeit wurde Ricarda Huch mehr oder weniger totgeschwiegen, denn sie hatte 1933 unter Protest die Berliner Akademie der Künste verlassen.“ Ihre „Lebensversicherung“ sei ihre von Mussolini hochgeschätzte Analyse des Ri­sorgimento gewesen. In ihrer Jenaer Wohnung verkehrten etliche Leute, die dem Wi­derstand nahestanden. Nach dem Krieg holte ihr Schwiegersohn Böhm, der Kulturminister in Hessen geworden war, sie 1947 nach Frankfurt am Main, wo sie aber sehr bald starb.

rd

  • Der Eintritt zur Matinee am Sonntag, 18. Mai, ab 11 Uhr in der Kapelle Bülten ist frei, um eine Spende wird jedoch gebeten.
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