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„Kultpfarrer“ im (Un-)Ruhestand zieht nach Solschen

Solschen „Kultpfarrer“ im (Un-)Ruhestand zieht nach Solschen

Lange Jahre war Eckehard Fröhmelt Geistlicher im Raum Wuppertal, wurde dort wegen seiner vielen ungewöhnlichen Projekte gar als „Kultpfarrer“ bezeichnet. Seit kurzem wohnt der 63-Jährige in Solschen – und seine unkonventionelle Art hat der evangelische Pfarrer in Ruhe natürlich mit in die Ilseder Ortschaft genommen.

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Eckehard Fröhmelt mit einer Fotoaufnahme, die ihn umringt von Kindern in Afrika zeigt. Reisen ist eine große Leidenschaft des ehemaligen Pastors, der jetzt nach Solschen gezogen ist.

Quelle: mu

Solschen. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ – dieses Zitat des Wiener Religionsphilosophen Martin Buber ist so etwas wie ein Leitspruch für Pastor in Ruhe Eckehard Fröhmelt. „Und ich habe als Pfarrer immer versucht, dem gerecht zu werden. Sich mit den Mitmenschen auszutauschen und mit ihnen zu sprechen“, sagt der 63-Jährige.

Mit 28 Jahren war Fröhmelt im Jahre 1975 Pfarrer geworden. Zunächst war er in Krefeld, dann in Mönchengladbach und schließlich in Wuppertal-Dönberg. Dort galt er nach wenigen Jahren bereits als „Kultpfarrer“, weil er eine Vielzahl ungewöhnlicher Aktionen ins Leben gerufen hatte. So ging er auf Tuchfühlung mit Melkmaschine und Euter, sang in einer Rockband beziehungsweise als Elvis-Imitator auf einem Kreuzfahrtschiff oder initiierte eine Künstler-Kolonie. Bekannt war er auch als Organisator von Fernreisen und zuletzt sogar als Winzer.

Und diese beiden Tätigkeitsfelder will der Pfarrer in Ruhe auch in seinem neuen Domizil Solschen „bestellen“. So plant er im Juli eine Gruppenreise nach Südafrika. „Mitreisende aus Solschen und dem gesamten Peiner Land sind herzlich willkommen“, sagt Fröhmelt, der wegen seiner Frau Karola seinen Lebensabend in der Ilseder Ortschaft verbringt, die als Kind öfter bei Verwandten in Solschen war. Auch seiner zweiten Leidenschaft will der dreifache Vater und zweifache Großvater im Peiner Land nachgehen: Der Winzerei. „Dönberger Pfaffentropfen“ hieß der Wein, den Fröhmelt zum Ende seiner Wuppertaler Jahre mit dem Wein-Experten Gerhard Martin Meyer hergestellt hatte.

„Ganz am Anfang haben wir die Trauben sogar stilecht mit unseren nackten Füßen gestampft“, erzählt der 63-Jährige mit einem Lachen. „Dann haben wir jedoch eine Presse gekauft, die letztlich viel effektiver ist.“ Im Januar soll der aktuelle Jahrgang abgefüllt werden. „Ich bin mir eigentlich sicher, dass das auch ein vorzüglicher Tropfen wird“, sagt Fröhmelt, der im Garten in Solschen auch einen kleinen Weinstock angelegt hat.

Neben Reisefieber und Weinverkostung will sich der Pastor in Ruhe natürlich auch in das kirchliche Leben in Solschen eingliedern. Außerdem ist er bereits Autor bei der Seniorenseite „66“ der Peiner Allgemeinen Zeitung. „Ich muss einfach raus und mit Menschen sprechen. Ich kann nicht anders“, sagt Fröhmelt. Alles wirkliche Leben ist eben wahrhaft Begegnung.

mu

▶ Wer mehr über die geplante Gruppenreise nach Südafrika erfahren will, kann sich unter der Telefonnummer 05172/9688056 direkt an Eckehard Fröhmelt wenden.

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WartenWartenMit Blindheit per Definition geschlagen, dennoch nicht unsichtbar, präsentiere ich mich als unbeachtetes und ungeliebtes Stiefkind zeitgenössischer Literatur.

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