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Kugelwasserturm spaltet den Ilseder Rat

Ilsede Kugelwasserturm spaltet den Ilseder Rat

Ilsede. Auf gegensätzliche Reaktionen trifft der neue Anlauf zur Sanierung des Kugelwasserturms bei den Ilseder Ratsfraktionen.

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An ihm scheiden sich die Ilseder Geister: Der Kugelwasserturm auf dem ehemaligen Hüttengelände.

Quelle: Andreas Schoring/myheimat

Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes eröffnete die Möglichkeit, den Turm ohne Gemeindegeld per neuem Laser-Verfahren vom Rost zu befreien (PAZ berichtete). „Ich freue mich, dass der Bürgermeister so verantwortungsbewusst handelt und die Deutsche Stiftung Denkmalpflege um finanzielle Hilfe bittet“, sagt Marita Heuer von der SPD/Grüne-Gruppe. „Seit Jahren arbeiten wir daran, den Turm mit Zuschüssen zu sanieren.“

Die Laser-Reinigung ist aber nur ein kleiner Teil der gesamten Renovierung. „Wir gehen Stück für Stück vor. Die Bewilligung der Hilfe wäre ein erster Schritt.“ Dass Ilsede später vielleicht Geld selbst zuschießen muss, ändert ihre Meinung nicht - gesprochen wird von Gesamtkosten von bis zu 1 Million Euro: „Es ist noch überhaupt nicht klar, wie teuer das wird. Und der Abriss würde ebenfalls Geld kosten.“

Die CDU will eine Belastung der hochverschuldeten Gemeinde vermeiden: „Auch wenn ihn manchen als Wahrzeichen sehen wollen - es darf kein weiterer Ilseder Cent in die Sanierung gesteckt werden“, sagt Christdemokrat Günter Mertins. „Ich sehe schon, dass wir nach dieser Laser-Reinigung wieder 10000 oder 20000 eigene Euro investieren sollen. Nur mit Mühe haben wir den Haushalt genehmigt bekommen. Jetzt müssen wir die Vollbremsung machen!“

Ilse Schulz (FBI) erinnert an die harte Kritik von Landrat Franz Einhaus und vom Landesrechnungshof an Ilsedes Haushaltsführung: „Es besteht kein Spielraum für zusätzliche freiwillige Ausgaben. Wir lehnen den überraschenden Vorstoß des Bürgermeisters ab“, sagt Schulz und wird noch deutlicher: „Nach dieser Kehrtwende des Bürgermeisters und seinen markigen Worten bei Schützen- und Volksfesten geht jetzt der Schlingerkurs weiter.“ Auch das Handeln des Landrates hinterfragt die FBI: Erst habe er die Sanierung kritisch gesehen, so Schulz, „jetzt hilft er, die geschlossene Tür wieder zu öffnen“.

Max Rother (Piraten/FDP) fürchtet, dass „an der Politik vorbei Fakten geschaffen werden. Wenn wir für den ersten Schritt öffentliches Steuergeld ausgeben, heißt es später womöglich, wir haben angefangen, nun müssen wir weitermachen. Wir lehnen es ab, eine Sanierung zu beginnen, die nicht zu 100 Prozent mit Fremdmitteln finanziert ist, während zeitgleich Bibliotheken geschlossen werden!“

sip

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