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Kugelwasserturm: Kaum Hoffnung - PAZ-Leser für Erhalt

Ilsede Kugelwasserturm: Kaum Hoffnung - PAZ-Leser für Erhalt

Ilsede . Was soll aus dem Kugelwasserturm werden - Abriss oder Erhalt? Das wollte die PAZ von Lesern wissen. Auf der PAZ-Internetseite konnte man darüber abstimmen. Das Ergebnis: Die Mehrheit ist für den Erhalt. Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD hält dagegen: „Dem Bürger muss klar sein, dass wir den Erhalt nicht finanzieren können.“

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Der Kugelwasserturm rostet: Seine Zukunft ist derzeit aber noch völlig offen.

Quelle: A

Das Ergebnis der Umfrage - sie ist nicht repräsentativ, sondern gibt nur die Klicks der Nutzer wieder - ist bei Redaktionsschluss mehrheitlich, wenn auch nicht überdeutlich: 54 Prozent antworteten auf die Frage „Soll der Kugelwasserturm abgerissen werden?“ mit „Nein“. 36 Prozent stimmten für den Abriss. Den übrigen Teilnehmern ist die Zukunft des Turms egal.

Bürgermeister Brandes sieht das Ergebnis kritisch: „Die Rettung des Turms ist nicht finanzierbar. Dafür ist Ilsede zu hoch verschuldet“, betont er. „Wir mussten rund elf Millionen Euro Kredite aufnehmen - das sind die gesamten Einnahmen der Kommune in einem Jahr!“, verdeutlicht er. „Dem Bürger muss klar werden, wo die Gemeinde zurzeit steht.“

Er selbst hatte sich lange für den Erhalt des denkmalgeschützten und maroden Bauwerks eingesetzt. „Doch nachdem ich von der Salzgitter AG eine klare Absage für einen Zuschuss erhalten hatte, musste ich die Wende einleiten.“

Er betont: 125.000 Euro müsste man für eine neuartige Untersuchung des Wasserturms zahlen, allein um die Sanierungskosten zu ermitteln - die Gemeinde hätte davon 25.000 Euro tragen müssen. „Wenn bei dem Versuch herauskommt, dass eine Sanierung nicht möglich ist, wäre das Geld weg.“ Die genauen Sanierungskosten sind unbekannt, Brandes rechnet mit etwa einer Million Euro.

„Selbst wenn wir Zuschüsse erhalten, müssen wir 20 Prozent, also rund 200.000 Euro bezahlen. Wenn mir jemand sagt, wo wir dieses Geld hernehmen, bin ich für den Erhalt bereit“, sagt der Bürgermeister und fügt hinzu: „So schade es auch ist, wir können einfach keine weiteren Schulden auf Kosten von Schulen und Kitas machen.“

Auch die Möglichkeit einer Spendeninitiative schätzt er gering ein: „Solschen hat Jahre gebraucht, Geld für neue Kirchenglocken zusammenzubekommen - ich habe daher keine Hoffnung für die doppelt so teure Turmsanierung.“ Deshalb sieht Brandes dem Abriss des Kugelwasserturms in den nächsten drei bis fünf Jahren entgegen - der immer noch Kosten von 80.000 Euro fordern würde. Nächstes Jahr soll die Zukunft des Kugelwasserturms auf die Tagesordnung der politischen Gremien kommen.

sip

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