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Kugelwasserturm: Debatte um Sanierung

Ilsede Kugelwasserturm: Debatte um Sanierung

Nach Geldgebern zur Sanierung des Kugelwasserturms soll Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes suchen, diesen Auftrag hat ihm jetzt der Gemeinderat erteilt - allerdings nur unter Protest der Opposition.

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Wie kaputt ist er wirklich? Bevor der Kugelwasserturm saniert werden soll, muss ein neues Gutachten her.

Quelle: privat

Ilsede. Brandes teilte mit, er habe bereits mit zahlreichen Institutionen und Behörden gesprochen, die Unterstützung signalisiert haben, darunter Landesministerien, der Denkmalschutz und Stiftungen. Von den angenommenen Sanierungskosten in Höhe von 900000 Euro würden der Gemeinde am Ende etwa 180000 Euro Eigenanteil bleiben. „Eine 100-prozentige Förderung ist bei Landes- und EU-Mitteln nicht möglich“, erklärte Brandes. Aber auch der Eigenanteil könne mit Sponsorengeld, etwa von der Salzgitter AG, und durch Hilfs-Aktionen von Bürgern gedrückt werden, warb er. „Ich brauche nun Ihren Auftrag, um aktiv zu werden“. Allerdings entstehen auch für die Planung Kosten: Im Haushalt wurden bereits 25000 Euro für Planungsentwürfe eingerechnet.

„Niemand wäre dafür den Turm abzureißen, wenn wir das Geld hätten“, sagte Lutz Schrader (CDU) mit Blick auf die desolate Haushaltslage. Er stellte zudem infrage, dass die veranschlagten 900000 Euro zur Sanierung reichten und verwies dabei auf die Verteuerung des Umbaus der Ölsburger Löwenschule in Höhe von 120000 Euro, die der Rat in der gleichen Sitzung abnickte. „Der Kugelwasserturm ist hübsch anzusehen, mehr aber auch nicht. Herr Brandes, lassen Sie uns die wirklichen Probleme angehen“, so Schrader. Günter Mertins (CDU) schlug in die selbe Kerbe: „Ich fühle mich beschämt, weil ich den Lahstedtern in den Fusionsverandlungen versprach, dass wir sparen würden. Wenn der Wind von Süden weht, höre ich sie lachen“, machte Mertins seinem Ärger Luft.

Auch die FBI äußerten Bedenken – vor allem an dieser Formulierung in der Beschlussvorlage: „Es ist das Ziel der Gemeinde Ilsede, den Kugelwasserturm zu erhalten.“ Horst Meldau argumentierte: „Ich habe Angst, dass ich hier was beschließe, auf das ich später festgenagelt werde.“ Wilfried Brandes versuchte zu beruhigen: „Dieser Beschluss ist noch keine endgültige Entscheidung.“ Man brauche nur ein formuliertes Ziel, um Zuschuss-Zusagen von Unterstützern zu bekommen.

Piraten/FDP, SPD und Grüne sprachen sich für den Erhalt des „letzten Wahrzeichens“, (Martina Birke, SPD) aus. Jürgen Streichert (Grüne) argumentierte abschließend: „Es gilt doch für alle, dass wir den Erhalt nicht um jeden Preis wollen. Doch die womöglich sechsstelligen Abrisskosten sollten wir ebenfalls im Hinterkopf behalten.“ Und in Richtung Günter Mertins sagte er: „Lahstedt zeigt ja auch mit dem Erhalt des Lafferder Wasserturms, dass der Gemeinde die Historie nicht ganz egal ist.“

sip

Mit den Gegenstimmen von CDU und FBI wurde der Bürgermeister ermächtigt, Verhandlungen mit Zuschussgebern zu führen und erforderliche Gutachten zu beauftragen.

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