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Kreis-Umbaupläne bereiten Eltern Sorgen

Ilsede Kreis-Umbaupläne bereiten Eltern Sorgen

Ilsede. Die Angst „hinten runter zu fallen“ geht derzeit in der Ilseder Janusz-Korczak-Schule um: Während die benachbarte Ilsede. Astrid-Lindgren-Schule für 5,4 Millionen Euro erweitert wird, müssen die Korczak-Schüler Schulhof und Klassenzimmer während des Umbaus hergeben - so plant es der Landkreis. Eltern und Schülern bereitet diese Ansage aus Peine einige Sorgen.

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Die Janusz-Korczak-Schule in Groß Ilsede ist vom Umbau der Astrid-Lindgren-Schule betroffen: So wird etwa der Schulhof während der Arbeiten beansprucht.

Quelle: sip

Bei einer Schulausschuss-Sitzung des Landkreises waren deshalb auch schon einmal Eltern der Groß Ilseder Förderschule anwesend, um sich über das Bauprojekt zu informieren (PAZ berichtete). Die Millioneninvestition für den Umbau segnete der Schulausschuss in der Sitzung ab, über konkrete Planungen konnte die Kreisverwaltung aber noch nichts sagen. Nur soviel: Man wolle die ab 2013 zehnmonatigen Arbeiten möglichst auf nachmittags und die Wochenenden verlagern.

„Unsere Sorgen hat uns der Kreis nicht genommen“, sagt Vanessa Aretz, die in der Elternarbeit der Korczak-Schule aktiv ist. Nachdem bereits der Brief eines Schülers bei der PAZ einging (siehe Bild), äußern die Erwachsenen ihre Bedenken. S

ie befürchten starke Störungen und Einschränkungen: „Wo sollen die Kinder denn ihre Pausen verbringen, wenn der Schulhof für den Bau genutzt wird? Das würden wir gerne wissen!“, so Aretz. „Außerdem werden uns Klassen- und Gruppenräume weggenommen, in denen Astrid-Lindgren-Schüler unterrichtet werden. Man darf dabei nicht vergessen: Wir haben Zehntklässler, die auch Abschluss-Prüfungen leisten müssen. Dafür brauchen sie genügend Ruhe.“

Ihr gehe es nicht darum, die Erweiterung der Astrid-Lindgren-Schule zu verhindern - eines ihrer Kinder wird dort unterrichtet: „Der Anbau muss sein - aber nicht auf Kosten der Janusz-Korczak-Schule.“

Als Mutter, die beide Schulen kennt, hat sie das Gefühl, dass die Kreispolitik lieber die Lindgren-Schule unterstützt. „Die Schulform der Korczak-Schule ist die unbeliebtere.“ Nicht nur, dass der Förderschule Lehrerkräfte abgezogen würden, um im Sinne des RIK-Programms an anderen Grundschulen zu unterrichten.

Auch schon lange beantragte Maßnahmen würden einfach nicht umgesetzt: „Wir brauchen dringend neue Fenster. Und wegen eines Sanitärproblems kann ein Klassenraum kaum noch genutzt werden“, nennt sie Beispiele. „Wir glauben, dass wir nicht richtig wahrgenommen werden.“

  • Während die Eltern hoffen, dass die Bauarbeiten nicht den Unterricht stören, fürchten Anwohner um ihr Wochenende: „Als ich las, dass der Kreis die Arbeiten auf das Wochenende verlegen will, habe ich einen Schock bekommen“, sagt eine Groß Ilsederin, die genau gegenüber der Schule wohnt. „Am Freitagnachmittag schnaufen wir durch, nachdem hier in einer Tour Busse durch die Straße rattern. Jetzt auch noch Baulärm am Wochenende - das fehlt noch!“

sip

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