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Kompromiss im Ölsburger Ponyhof-Streit

Ilsede Kompromiss im Ölsburger Ponyhof-Streit

In der Debatte um den vom Abriss bedrohten Ponyhof in Ölsburg bahnt sich ein Kompromiss an: Der Hof soll an einem neuen Standort wieder aufgebaut werden – Unterstützung gibt‘s von der Gemeinde Ilsede und vom Landkreis.

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Mit Transparenten waren die Eltern und Kinder des vom Abriss bedrohten Ölsburger Ponyhofs Fuhsetal gestern zum Kreishaus gekommen.

Peine/Ilsede. Aus Angst vor dem Abriss des Ponyhofs, hatten die Eltern und Kinder der Reitanlage gestern das Gespräch mit Landrat Franz Einhaus gesucht. Und der hatte zusammen mit Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes eine Lösung im Gepäck. Doch bis zur Verkündigung dieser Lösung war es ein langer Weg.

Knapp 40 Kinder und einige Eltern hatten sich auf ins Kreishaus gemacht, um beim Landrat ihrem Ärger Luft zu machen. Denn schließlich war es ja der Landkreis Peine, der eine Abrissverfügung erwirkt hat, weil der Ponyhof gegen etliche Gesetze verstößt – so zum Beispiel gar keine Baugenehmigung besitzt. Ein Gericht hatte diese Verfügung bestätigt – sehr zum Unverständnis der Eltern.

Und so startete das Gespräch auch äußerst emotional. Einhaus berief sich immer wieder auf geltendes Recht, drang mit seinen Argumenten aber nicht durch. Zu sehr fürchteten die Kinder und Eltern den sofortigen Abriss des Ponyhofs. Einhaus blieb jedoch beharrlich und zeigte immer wieder einen Lösungsweg auf: Den Ponyhof an einer anderen Stelle wieder aufzubauen.

Doch erst als Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes konkrete Hilfe auf planungsrechtlicher Ebene und einen Zeitraum von eineinhalb Jahren in Aussicht stellte, weichte die Skepsis bei den Eltern und Kindern auf. Einen neuen Standort habe sich die Gemeinde ebenfalls bereits ausgeguckt.

Beide Verwaltungs-Chefs machten jedoch deutlich, dass es diese Lösung nicht zum Nulltarif gebe. „Landkreis und Gemeinde werden sie nicht finanziell unterstützen können, aber wir werden das gesamte Verfahren sehr wohlwollend begleiten“, versprach der Landrat. Bürgermeister Brandes forderte den Ponyhof-Betreiber Wolfgang Feigs auf, konkrete Gespräche mit der Gemeinde aufzunehmen, um den Umzug des Hofes an einen neuen Standort zu koordinieren.

Feigs betonte, dass ein Umzug finanziell kaum leistbar sei. Doch als der Landrat verschiedene Modelle wie etwa die Gründung eines Fördervereins, Spendensammlungen oder auch Sponsoring-Möglichkeiten aufzeigte, wich auch bei Feigs ein wenig die Skepsis. Und die Eltern zeigten sich durchaus optimistisch. „Mit diesem Kompromiss können wir leben“, sagte Cornelia Helmecke, deren Tochter auf dem Ponyhof reitet.

Am Ende spornte der Landrat die Eltern und Kinder an, mit Schwung den Umzug des Ponyhofs anzugehen. „Blicken Sie nicht zurück, sondern stecken Sie alle Energie in diesen Kompromiss. Dann wird er auch gelingen“, erklärte der Verwaltungs-Chef.

mu

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