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Klimaexperte beim Energietag der Region

Ilsede Klimaexperte beim Energietag der Region

Ilsede. In der Ilseder Gebläsehalle fand jetzt der 6. Energietag der Region unter dem Motto „Klimawandel - Bremsen und Anpassen“ statt.

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260 Gäste waren gekommen, um unter anderem den Vortrag des Klimaforschers Dr. Mojib Latif zu hören.

Quelle: bol

Geladen hatte die Regionale EnergieAgentur in Kooperation mit der Allianz für die Region GmbH, dem Zweckverband Großraum Braunschweig und dem Landkreis Peine. Höhepunkt der aufschlussreichen Veranstaltung war der Vortrag von Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher und Autor vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Seine Botschaft lautete: „Wir sind gerade auf dem Weg in die schlimmste anzunehmende Katastrophe, aber wir können noch die Kurve bekommen. Aber das kann nicht nur auf politischer Ebene funktionieren. Jeder Einzelne muss das Aufhalten des Klimawandels tragen.“ Ein Statement, für das der Klimaexperte großen Applaus bekam.

In seinem Vortrag zeigte der Forscher auf fast schon humorvolle Art und Weise auf, wo wir in Sachen Klimawandel gerade stehen. „Das Klimaproblem ist ein Energieproblem. Doch zurück in die Steinzeit will ich auch nicht. Klimawandel geht nur über saubere Energie und von der sind wir umgeben. Wir haben da einen Rohstoff, der nichts kostet. Fossile Rohstoffe könnte man so gut für viele andere Dinge nutzen. Und was machen wir? Wir verbrennen es.“

Doch nicht nur mit seinen Worten, die sicher bei den rund 260 Gästen Eindruck hinterließen, untermauerte Latif seine Forderung nach konsequentem Handeln. Er zeigte den Zuschauern zwei Welten: Eine, bei der der Klimawandel nicht aufgehalten, und eine zweite, bei der auf saubere Energie umgestiegen wurde. Die Unterschiede seien massiv, denn wenn nichts getan werde, schreite die Erderwärmung voran, das Polareis schmelze, der Meeresspiegel steige um einen Meter bis zum Ende des Jahrhunderts. Er machte aber auch Mut: „Noch haben wir es in der Hand. Es ist noch nicht zu spät. Wir müssen uns nur Gedanken darüber machen, in welcher Welt wir leben wollen.“

Weiter zeigte Latif auf, dass China, das gerne zum Sündenbock der Erderwärmung gemacht werde, nicht allein verantwortlich sei. „Das Klima interessiert sich nicht für das, was heute passiert, sondern für kumulierte Werte. CO2 ist 100 Jahre in unserer Luft und schaut man auf die Historie, dann liegen die USA mit 26 Prozent CO2-Ausstoß und Europa mit 23 Prozent in den Jahren von 1870 bis 2012 an der Spitze. China aber nur mit 11 Prozent. Wir können also die historische Verantwortung nicht leugnen.“

Weiter stellte sich bei der Veranstaltung der Veranstalter, die Regionale EnergieAgentur, durch Geschäftsführer Patrick Nestler vor. Der Verein wurde im November vergangenen Jahres gegründet und versteht sich als Ansprechpartner in allen Klimafragen der Region. 23 aktive Mitglieder gehören dem Verein an, die aus Politik, Wirtschaft und Forschung kommen.

Zudem zeigte Dr. Stephan Tenge von der Avacon AG auf, warum sein Unternehmen in den kommenden 15 Jahren rund 2,8 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investieren wird. „Das heutige Netz ist nicht dafür ausgelegt, dass Strom von so vielen Erzeugern kommt. Früher waren Haushalte nur Erzeuger, heute sind sie auch Lieferanten. Darauf müssen wir uns einlassen“, so seine Worte.

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