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Klein Ilseder reisten nach Jordanien

Reisegruppe der St.-Urban-Gemeinde gewann viele Eindrücke Klein Ilseder reisten nach Jordanien

Die ganz besondere Atmosphäre im Nahen Osten konnten jetzt 21 Reisende während einer achttägigen Jordanien-Fahrt der evangelisch-lutherischen St.-Urban-Gemeinde Klein Ilsede erleben. Die Leitung hatte Pastor Dr. Joachim Jeska, der inzwischen als Superintendent nach Osnabrück gewechselt ist.

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Die Reisegruppe aus Klein Ilsede um Pastor Dr. Joachim Jeska (untere Reihe Mitte) erlebte viel auf der Jordanien-Reise.

Klein Ilsede. Auf den Spuren biblischer Personen ging es für die Reisegruppe zunächst in den Norden des Landes - die Grenzregion zwischen Israel, Syrien und Jordanien. Nahe der Stadt Gadara gab es einen tollen Blick auf den See Genezareth. „Zugleich offenbarte der Anblick der Golan-Höhen die Problematik, der die gesamte Region momentan ausgesetzt ist“, sagt Joachim Jeska. Neben der Beschäftigung mit antiken Stätten war auch diese aktuelle Situation ein stetes Thema während der Reise. „In dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land Jordanien leben derzeit 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge, und die Versorgung ist alles andere als einfach, zumal ohnehin große Wasserknappheit herrscht“ sagt Jeska und fügt hinzu: „In Amman beispielsweise können die Haushalte nur an einem Tag der Woche Wasser aus der Leitung zapfen, müssen dann große Mengen speichern und von ihren Vorräten leben. Wir haben die hohe Trockenheit während der gesamten Reise bei etwa 30 Grad Celsius hautnah erlebt. In manchen Gegenden fallen lediglich 50 Millimeter Regen pro Jahr.“

Im Norden des Landes ging es in die restaurierte antike Römerstadt Gerasa mit ihren unzähligen Säulenstraßen und dem ovalen Forum, das der Annahme nach das Vorbild für den Petersplatz in Rom darstellt. In der Hauptstadt Amman besuchten die Klein Ilseder nicht nur die seit Tausenden von Jahren besiedelte Zitadelle und das Stadtzentrum, sondern auch eine Schule, in der vor allem sozial benachteiligte Kinder aus palästinensischen Flüchtlingslagern unterrichtet werden.

„Hier sitzen Christen neben Muslimen auf der Schulbank und lernen, sich zu tolerieren“, so Jeska. Auch das Lehrerkollegium ist religiös gemischt. Jeska: „Uns haben die Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit der Menschen in der Schule beeindruckt.“

Großartige byzantinische Mosaiken waren in Madaba sowie auf dem Berg Nebo zu sehen. Auf dem Programm stand zudem ein Besuch der Taufstelle Jesu in Betanien am Jordan und das Erklimmen der Festung Machairus, auf der Johannes der Täufer von Herodes Antipas nach dem berüchtigten Tanz der Salome hingerichtet worden sein soll.

Danach ging es weit nach Süden auf die Kreuzritterburg Shobaek. „Es folgte eines der größten Highlights in Jordanien - die Felsenstadt Petra, die einst von den arabischstämmigen Nabatäern aus dem anstehenden Fels gehauen wurde“, so Jeska. Einen Tag lang waren die Klein Ilseder in Petra unterwegs, erklommen unzählige Stufen und ließen die 2000 Jahre alten Steinmetzarbeiten auf sich wirken. „Selbst dort waren nicht viele Touristen unterwegs, an manchen Orten waren wir sogar ganz allein. Viele Menschen trauen sich momentan nicht nach Jordanien, wir haben uns aber zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt“, sagt Jeska.

Abschließend gab es eine Tour durch die Wüstenlandschaft des Wadi Rum kurz vor Aqaba, in deren Folge die christliche deutsche Gruppe im Schatten eines riesigen Felsens einen Abendmahlsgottesdienst feierte, ehe man sich mit den muslimischen Beduinen den Tee und die Brote teilte.

Jeska: „Mit dem Bad im Toten Meer am letzten Tag schlugen wir einen Bogen zum ersten Tag, indem wir am tiefsten Punkt der Erde, im 427 Meter unter Normalnull gelegenen Toten Meer, den besonderen Auftrieb genossen.“ Voller faszinierender Eindrücke und mit einer gehörigen Portion Sonne kehrten die Klein Ilseder schließlich in das norddeutsche Schmuddelwetter zurück.

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