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Kita-Eltern „stürmten“ Ilseder Rathaus

Ilsede Kita-Eltern „stürmten“ Ilseder Rathaus

Ilsede. Für mächtig Wirbel im Ilseder Rathaus sorgten gestern rund 40 Eltern und Kinder aus der Gemeinde. Mit vielen Briefen traten sie Bürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD) gegenüber und machten so ihre Forderung nach mehr Notbetreuungsplätzen sowie einer Rückerstattung der Kita-Gebühren während des Streiks deutlich.

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Demo am Rathaus in Ilsede: Rund 40 Eltern und Kinder forderten gestern von Bürgermeister Otto-Heinz Fründt mehr Notbetreuungsplätze während des Kita-Streiks.

Quelle: Janine Kluge (ju)

„Wir unterstützen die Erzieher in ihrem Kampf“, sagte Iris Wrobbel, Elternvertreterin des Kindergartens in Groß Ilsede. „Aber langsam reicht es. Es muss endlich zu Verhandlungen zwischen Arbeitgeberseite und den Gewerkschaften kommen.“

Bis es soweit ist, fordern die Eltern vor allem mehr Plätze in der Notbetreuung. Bislang 25 Plätze stehen den Kindergartenkindern der beiden Kitas in Klein und Groß Ilsede in der Notbetreuung zur Verfügung. „Für Krippenkinder gibt es gar keine Plätze, und auch Integrationskinder können die Notbetreuung nicht nutzen“, kritisierte Wrobbel. „Gerade Eltern von Krippenkindern müssen oft arbeiten gehen, sonst wären die Kinder nicht in der Krippe.“ Viele Mütter würden bei ihren Arbeitgebern mittlerweile auf Unverständnis stoßen. „Erst gestern rief mich wieder eine völlig verzweifelte Mutter an, weil der Arbeitgeber ihr die Pistole auf die Brust setzt. Es geht hier auch um Existenzen.“

Bürgermeister Otto-Heinz Fründt hat sich gestern spontan die Sorgen und Forderungen der Eltern angehört und mit ihnen gesprochen. „Ich kann verstehen, dass die Situation für die Eltern sehr schwierig ist. Aber ich kann ihnen leider momentan nicht helfen“, sagte Fründt. „Es wird Zeit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Beide Seiten müssen aufeinander zugehen.“

Um die Ilseder Eltern zu entlasten, wird die Notbetreuung ab kommenden Dienstag um weitere zehn Plätze für Kindergartenkinder aufgestockt. „Zusätzlich bemühen wir uns, eine weitere gemischte Gruppe aus sieben Krippenkindern und drei Kindergartenkindern einzurichten“, so Fründt. „Wir stehen derzeit mit den Gewerkschaften in Verhandlungen.“

Und die Kita-Gebühren? „Da kann ich nur auf die Satzung verweisen. Die Einrichtungen dürfen bis zu vier Wochen bestreikt werden“, sagte Fründt. Wrobbel hingegen beruft sich auf Kulanz-Fälle anderer Gemeinden. „Auf einen solchen Ratsbeschluss können wir in Ilsede wohl nicht hoffen“, erklärte Wrobbel. „Leider.“

ju

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